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Tabs

oder auch Registerkarten, Reiter

Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 15.10.2026

Tabs sind ein Bedienelement, das mehrere gleichrangige Inhalte hinter einer Leiste aus Reitern zeigt. Immer genau einer ist offen, ein Klick wechselt zum nächsten. Die Seite springt dabei nicht und lädt nicht neu, es wird nur der sichtbare Bereich getauscht.

Tabs

Bedienelement, das gleichrangige Inhalte hinter einer Reiterleiste zeigt, von denen immer genau einer offen ist.
Beispiel: „Beschreibung, technische Daten und Lieferzeit liegen auf der Produktseite in Tabs.“

Auch: Reiter oder Registerkarten. Das Bild stammt vom Aktenordner, dessen Trennblätter oben herausstehen und sich greifen lassen.

Abgrenzung zum Accordion: Beim Accordion liegen die Titel untereinander, mehrere Bereiche können offen sein, und alle können geschlossen sein. Bei Tabs ist immer genau einer offen.

Angedeutete Seite mit drei Reitern nebeneinander, von denen der mittlere hervorgehoben ist, darunter der zugehörige Inhaltsbereich mit Textzeilen
Wer einen anderen Reiter öffnet, verliert den vorherigen aus dem Blick.

Wann Tabs passen

Tabs eignen sich für Inhalte, die zum selben Gegenstand gehören und sich gegenseitig ausschließen. Die Produktseite mit Beschreibung, technischen Daten und Lieferhinweisen ist der Standardfall, ebenso ein Preisvergleich nach Laufzeit.

Sie passen schlecht, wenn jemand zwei Inhalte nebeneinander lesen will. Wer technische Daten mit der Beschreibung abgleichen möchte, muss bei Tabs hin und her wechseln und sich merken, was auf der anderen Seite stand. Dafür ist ein Accordion die bessere Wahl.

Das Markup entscheidet über die Bedienbarkeit

Die Reiterleiste trägt die Rolle tablist, jeder Reiter die Rolle tab und jeder Inhaltsbereich die Rolle tabpanel. Der offene Reiter wird über aria-selected markiert, und die Pfeiltasten wechseln zwischen den Reitern, während die Tabulatortaste in den Inhalt springt.

<div role="tablist" aria-label="Produktdetails">
  <button role="tab" aria-selected="true"  aria-controls="p1" id="t1">Beschreibung</button>
  <button role="tab" aria-selected="false" aria-controls="p2" id="t2">Technische Daten</button>
</div>
<div role="tabpanel" id="p1" aria-labelledby="t1">…</div>
<div role="tabpanel" id="p2" aria-labelledby="t2" hidden>…</div>

Die vollständigen Tastaturanforderungen beschreibt das ARIA Authoring Practices Guide im Muster Tabs. Ohne diese Verdrahtung ist eine Reiterleiste mit der Tastatur praktisch nicht zu bedienen, weil der Fokus nicht erkennbar ist.

Tabs auf schmalen Bildschirmen

Vier Reiter nebeneinander brauchen Breite. Auf einem Telefon bleiben zwei Möglichkeiten: Die Leiste scrollt waagerecht, oder die Tabs werden zu einem Accordion. Die scrollende Leiste versteckt Reiter außerhalb des sichtbaren Bereichs, weshalb der letzte Reiter angeschnitten dargestellt sein sollte. Nur so ist erkennbar, dass es weitergeht.

Siehe auch:

Accordion

Bedienelement, das Inhalte hinter aufklappbaren Überschriften zusammenfaltet und erst auf Klick zeigt.

#Website-Struktur

Modal

Fenster, das sich über den Inhalt legt und die Seite dahinter sperrt, bis es geschlossen wird.

#Website-Struktur

Zustände von Bedienelementen (Default, Hover, Active, Disabled)

Die verschiedenen Darstellungen, die ein Bedienelement je nach Situation annimmt, um seinen Status erkennbar zu machen.

#Webdesign-Grundlagen

Mobile Usability

Maß dafür, wie gut sich eine Website auf einem Telefon bedienen lässt, von der Lesbarkeit bis zur Größe der Schaltflächen.

#Responsive Design #Benutzererfahrung (UX)