Ein Cluster sind mehrere Server, die nach außen als ein System auftreten. Eine Verteilung davor nimmt die Anfragen an und reicht sie an eines der Mitglieder weiter. Fällt ein Mitglied aus, übernehmen die übrigen.
- Cluster
Mehrere Server, die nach außen als ein System auftreten.
Beispiel: „Der Cluster besteht aus drei Mitgliedern, zwei tragen die Last und eines steht als Reserve bereit.“Auch: Server-Cluster, Serververbund. Das einzelne Mitglied heißt Node oder Knoten.
Abgrenzung zum Clustering im Machine Learning: Dort ist ein Cluster eine Gruppe ähnlicher Datenpunkte. Hier sind es Maschinen, die zusammenarbeiten.
Wofür ein Cluster gebaut wird
Für zwei Ziele, die sich überschneiden: Verfügbarkeit und Durchsatz. Mehr Mitglieder tragen mehr Anfragen, und sie halten den Betrieb, wenn eines stehen bleibt.
Welches Ziel überwiegt, entscheidet über den Aufbau. Für Verfügbarkeit genügen zwei Mitglieder mit Failover; für Durchsatz kommen so viele dazu, wie die Last verlangt.
Was den Zustand im Cluster schwierig macht
Alles, was ein Server sich merkt. Anmeldungen, hochgeladene Dateien und Warenkörbe liegen auf einem Mitglied, und die nächste Anfrage landet beim anderen; der Besucher ist dann abgemeldet.
Die Lösung liegt außerhalb: gemeinsamer Plattenplatz für Dateien, eine Datenbank für Sitzungen, ein eigener Dienst für den Zwischenspeicher. Ohne diesen Umbau arbeitet ein Cluster gegen die Anwendung.
Wann ein Cluster sich lohnt
Wenn ein einzelner Server die Last nicht mehr trägt oder Stillstand teuer wird. Vorher ist die größere Maschine der einfachere Weg und meistens der günstigere.
Die Umstellung kostet außerdem Betrieb: Jedes Mitglied braucht Updates, Überwachung und dieselbe Konfiguration. Drei Server sind dreimal Pflege, auch wenn sie zusammen als einer auftreten.