OpenID ist der ältere offene Standard, mit dem sich ein Nutzer bei fremden Diensten ausweisen konnte, ohne dort ein eigenes Konto zu führen. Die heutige Fassung heißt OpenID Connect und hat mit der alten technisch kaum noch etwas gemein.
- OpenID
Der ältere offene Standard, mit dem sich ein Nutzer bei fremden Diensten ausweisen konnte.
Beispiel: „OpenID erlaubte es, sich mit der eigenen Adresse bei jedem teilnehmenden Dienst anzumelden.“Auch: OpenID 2.0, zur Abgrenzung von der heutigen Fassung. Die Stelle, die die Identität bestätigt, hieß OpenID Provider.
Abgrenzung zu OpenID Connect: Der Nachfolger setzt auf OAuth auf und benutzt JWT; der Name ist geblieben, der Unterbau nicht.
Was OpenID vorhatte
Eine Anmeldung, die niemandem gehört. Statt bei jedem Dienst ein Konto anzulegen, sollte der Nutzer eine eigene Adresse angeben, unter der eine Stelle seiner Wahl seine Identität bestätigt; wer wollte, konnte diese Stelle selbst betreiben. Das war der offenste Entwurf, den es in dieser Frage je gab.
Woran OpenID scheiterte
An der Bedienung und an den Anbietern. Eine Adresse als Benutzername einzugeben verstanden die wenigsten, und die großen Dienste boten zwar an, Identitäten auszustellen, akzeptierten aber keine fremden. Damit kehrte sich die Idee um: Aus dem offenen Netz von Stellen wurden ein paar große Anmeldeknöpfe, und genau die sind geblieben.
Was heute an seiner Stelle steht
OpenID Connect, und die Namensgleichheit führt in die Irre. Der Nachfolger löst dieselbe Aufgabe, benutzt aber einen völlig anderen Unterbau und ist in der Praxis das, was hinter jedem „Anmelden mit …“-Knopf steckt. Wer in einer Anleitung über OpenID stolpert, sollte deshalb zuerst auf das Jahr sehen.