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JWT

oder auch JSON Web Token

Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 05.11.2026

Ein JWT ist ein signiertes Datenpaket, das Angaben über einen Anmeldevorgang transportiert. Die Abkürzung steht für JSON Web Token und wird „dschott“ ausgesprochen.

JWT

Ein signiertes Datenpaket, das Angaben über einen Anmeldevorgang transportiert.
Beispiel: „Der Dienst prüft das JWT und weiß daraus, wer anfragt und wie lange noch.“

Auch: JSON Web Token. Das zugehörige Verfahren zum Signieren heißt JWS, die verschlüsselte Variante JWE.

Abgrenzung zum Sitzungsschlüssel: Ein klassischer Sitzungsschlüssel ist eine Nummer, zu der der Server seine Daten nachschlägt. Ein JWT trägt die Daten selbst.

Woraus ein JWT besteht

Aus drei Teilen, die mit Punkten getrennt sind: Kopf, Nutzlast und Signatur. Der Kopf nennt das Signaturverfahren, die Nutzlast enthält die Angaben zur Anmeldung, und die Signatur bestätigt, dass beide Teile unverändert sind. Alle drei sind lediglich kodiert, damit sie in eine Adresse oder einen Kopfzeilenwert passen.

Warum ein JWT nicht verschlüsselt ist

Weil Kodierung keine Verschlüsselung ist. Wer ein JWT in eines der vielen Prüfwerkzeuge einfügt, liest die Nutzlast im Klartext; dafür genügt der Browser. Die Signatur schützt vor Veränderung, nicht vor dem Mitlesen. In die Nutzlast gehören deshalb nur Angaben, die der Inhaber ohnehin kennen darf: eine Kennung, eine Rolle, ein Ablaufzeitpunkt. Keine Adressen, keine Geburtsdaten, keine Berechtigungen, die als Geheimnis gedacht sind.

Die Fehler, die bei der Prüfung immer wieder vorkommen

Drei, und alle drei stehen seit Jahren in denselben Berichten. Der erste ist das Vertrauen in das Feld, das das Verfahren nennt: Wer das Verfahren aus dem Token liest, statt es vorzugeben, nimmt irgendwann ein Token an, das gar nicht signiert ist. Der zweite ist die fehlende Prüfung des Ablaufzeitpunkts. Der dritte ist die fehlende Prüfung des Empfängers, wodurch ein Token für Dienst A bei Dienst B funktioniert.

Wann ein JWT die falsche Wahl ist

Immer dann, wenn ein Zugang sofort entzogen werden muss. Ein signiertes Token gilt bis zu seinem Ablauf, und der Dienst, der es prüft, fragt dafür niemanden; genau das macht es schnell. Wer einen Nutzer sperren will, muss deshalb entweder kurze Laufzeiten wählen oder doch eine Liste führen, was den Vorteil wieder aufhebt. Für Sitzungen im Browser ist der klassische Sitzungsschlüssel oft die ehrlichere Lösung.

Siehe auch:

OAuth

Ein Verfahren, mit dem eine Anwendung im Namen eines Nutzers auf einen fremden Dienst zugreifen darf.

#Web-Security

OpenID Connect

Die Erweiterung von OAuth, die aus einer Erlaubnis eine Anmeldung macht.

#Web-Security

Security Token

Ein Gegenstand oder Datenpaket, das einen Zugang nachweist.

#Web-Security

Authentifizierungstoken

Ein Datenpaket, das eine abgeschlossene Anmeldung bei weiteren Anfragen nachweist.

#Web-Security

Single Sign-On (SSO)

Die einmalige Anmeldung, mit der sich mehrere Dienste nutzen lassen.

#Web-Security

Session Hijacking

Die Übernahme einer laufenden Sitzung mit einem gestohlenen Sitzungsmerkmal.

#Web-Security