Open Graph ist ein Satz von Meta-Angaben, der festlegt, wie ein geteilter Link als Vorschaukarte erscheint. Titel, Beschreibung und Bild der Karte kommen aus diesen Angaben. Facebook hat das Protokoll 2010 eingeführt, heute lesen es fast alle Netzwerke und Messenger.
- Open Graph
Satz von Meta-Angaben, der festlegt, wie ein geteilter Link als Vorschaukarte erscheint.
Beispiel: „Über Open Graph bekommt jeder Blogbeitrag sein eigenes Vorschaubild.“Auch: OG-Tags, Open Graph Meta Tags oder Open Graph Protokoll. Die Angaben beginnen alle mit dem Präfix og:.
Abgrenzung zum Title-Tag: Das Title-Tag bedient Tab und Suchergebnis, og:title die Vorschaukarte. Fehlt og:title, greifen die meisten Netzwerke auf das Title-Tag zurück.
Welche Angaben nötig sind
Vier Angaben reichen für eine vollständige Karte: Titel, Beschreibung, Bild und die kanonische Adresse der Seite. Dazu der Typ, der bei gewöhnlichen Seiten website lautet und bei Beiträgen article.
<meta property="og:type" content="article">
<meta property="og:title" content="Website-Relaunch 2026: Ablauf und Dauer">
<meta property="og:description" content="Vom Kick-off bis zum Go-live ...">
<meta property="og:image" content="https://kanzlei-muster.de/vorschau.jpg">
<meta property="og:url" content="https://kanzlei-muster.de/journal/relaunch/">Die vollständige Liste der Angaben steht in der Spezifikation unter ogp.me. Für X gibt es zusätzlich die Twitter-Cards-Angaben, die aber auf Open Graph zurückfallen, wenn sie fehlen.
Das Bild entscheidet
Als Maß haben sich 1200 mal 630 Pixel durchgesetzt, also ein Seitenverhältnis von etwa 1,91 zu 1. Die Adresse muss vollständig sein, mit Protokoll und Domain, denn ein relativer Pfad wird von den Netzwerken nicht aufgelöst. Schrift auf dem Bild muss große Verkleinerungen aushalten.
Ohne eigenes Bild sucht sich das Netzwerk selbst eines aus der Seite, und das ist regelmäßig das Logo im Header oder ein Symbol. Deshalb gehört an jede Seite, die geteilt werden soll, ein gesetztes og:image.
Woran die Vorschau scheitert
Die Netzwerke speichern die Karte beim ersten Abruf zwischen. Wer nach dem Teilen nachbessert, sieht die alte Fassung oft noch tagelang; dafür gibt es bei Facebook und LinkedIn eigene Werkzeuge, die den Abruf erneuern.
Der zweite Fall ist die Seite hinter einer Anmeldung oder einem Hinweisfenster: Der Abruf der Netzwerke sieht dort nur die Sperre, und die Karte bleibt leer.