Der Wiederherstellungspunkt ist der Stand, auf den eine Wiederherstellung zurückführt. Er sagt, wie viel Arbeit ein Ausfall kostet: alles zwischen der letzten Sicherung und dem Ausfall ist verloren.
- Wiederherstellungspunkt
Der Stand, auf den eine Wiederherstellung zurückführt, und damit das Maß für den Datenverlust.
Beispiel: „Bei nächtlicher Sicherung liegt der Wiederherstellungspunkt bis zu vierundzwanzig Stunden zurück.“Englisch Recovery Point Objective, kurz RPO. Das Gegenstück ist die Wiederherstellungszeit, englisch Recovery Time Objective oder RTO: wie lange der Ausfall dauert.
Abgrenzung zur Wiederherstellungszeit: Der Punkt sagt, wie viele Daten fehlen. Die Zeit sagt, wie lange die Seite steht. Beide Werte sind unabhängig voneinander.
Wie der Abstand der Sicherungen den Wiederherstellungspunkt bestimmt
Unmittelbar: Wer einmal nachts sichert, verliert im schlechtesten Fall einen Tag. Wer stündlich sichert, verliert eine Stunde.
Für eine Seite ohne Interaktion ist ein Tag verschmerzbar, weil sich nichts geändert hat. Bei einem Shop sind es die Bestellungen eines Tages, und die lassen sich nicht nachtragen.
Was ein kurzer Wiederherstellungspunkt kostet
Platz, Übertragung und Last. Häufige Sicherungen belegen Speicher und greifen auf die Datenbank zu, während Besucher darauf warten.
Darunter liegt die Spiegelung in Echtzeit, bei der jede Änderung sofort auf einem zweiten System landet. Sie drückt den Verlust auf Sekunden und verlangt dafür den doppelten Betrieb.
Wie der Wiederherstellungspunkt festgelegt wird
Über die Frage, welcher Datenverlust tragbar ist. Die Antwort kommt aus dem Geschäft und nicht aus der Technik, und sie unterscheidet sich je Datenbestand.
Üblich ist deshalb eine Staffelung: der Warenkorb häufiger als der Blog, die Bestellungen häufiger als die Mediathek. Der Notfallplan hält diese Werte je Bestand fest.