MUM steht für Multitask Unified Model, auf Deutsch etwa einheitliches Modell für mehrere Aufgaben. Google hat es 2021 vorgestellt. Es verarbeitet mehrere Sprachen und mehrere Darstellungsformen zugleich und sollte komplexe Anfragen beantworten, für die sonst mehrere Suchen nötig wären.
- MUM (Multitask Unified Model)
Multitask Unified Model: das Modell von Google aus dem Jahr 2021, das mehrere Sprachen und Darstellungsformen zugleich verarbeitet.
Beispiel: „Mit MUM sollte eine Frage beantwortbar sein, für die man vorher acht Suchen gebraucht hätte.“Zwei Eigenschaften wurden hervorgehoben: Wissen aus einer Sprache in einer anderen nutzbar zu machen, und Text zusammen mit Bildern zu verarbeiten, siehe Multimodalität.
Der Name betont das Zugleich: ein Modell für mehrere Aufgaben statt je ein Modell je Aufgabe.
Was es gebracht hat
Vor allem eine Richtung. Sichtbar wurde es in einzelnen Funktionen, etwa bei der Suche mit Bild und Text zugleich; der größere Teil lief im Hintergrund. Die Ankündigung war lauter als die messbare Veränderung, und das ist bei Ankündigungen aus diesem Feld die Regel.
Wo es heute steht
Aufgegangen in Größerem. Die Fähigkeiten, die damals als eigenes Modell vorgestellt wurden, sind heute Teil der allgemeinen Modellreihen des Konzerns; als eigener Name tritt der Begriff zurück. Für die Einordnung bleibt er als Zwischenschritt zwischen Sprachverstehen und den heutigen Antwortfunktionen.
Was Betreiber davon mitnehmen
Dass Inhalte in mehreren Formen zählen. Wenn ein Modell Text und Bild zusammen liest, wirken Bildunterschriften, Alt-Texte und beschreibende Seiten stärker als früher. Das ist kein Kunstgriff, sondern dieselbe Sorgfalt, die Barrierefreiheit ohnehin verlangt.
Was von der Ankündigung blieb
Die Richtung und ein Begriff. Mehrsprachigkeit und mehrere Darstellungsformen in einem Modell sind heute selbstverständlich; der Name taucht vor allem noch in Texten zur Suchmaschinenoptimierung auf, oft mit mehr Bedeutung, als ihm zukommt.