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Meta-Redirect

oder auch Meta Refresh

Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 21.10.2026
(aktualisiert 27.10.2026)

Ein Meta-Redirect ist eine Weiterleitung, die im Kopf des Dokuments steht und erst im Browser ausgeführt wird. Der Server liefert dabei eine vollständige Seite aus, die den Browser anweist, nach einer angegebenen Zeit eine andere Adresse zu laden.

Meta-Redirect

Eine Weiterleitung, die im Kopf des Dokuments steht und erst im Browser ausgeführt wird.
Beispiel: „Der Meta-Redirect lud die alte Seite vollständig, bevor er weiterleitete.“

Notiert als <meta http-equiv="refresh" content="0;url=..."> im Dokumentkopf.

Abgrenzung zur Serverweiterleitung: Die antwortet mit einem Statuscode, bevor eine Seite ausgeliefert wird, und ist in jeder Hinsicht die bessere Wahl.

Warum ein Meta-Redirect der Serverweiterleitung unterlegen ist

Aus vier Gründen. Er ist langsamer, weil erst eine ganze Seite geladen wird. Er ist für Suchmaschinen weniger eindeutig, weil der Statuscode fehlt, der dauerhaft von vorübergehend unterscheidet. Er stört die Zurück-Schaltfläche des Browsers. Und bei einer Verzögerung über null Sekunden gilt er als Hindernis für die Bedienbarkeit.

Google wertet einen sofortigen Meta-Redirect inzwischen wie eine dauerhafte Weiterleitung, rät in der eigenen Dokumentation aber ausdrücklich zur Serverweiterleitung.

Wann ein Meta-Redirect trotzdem vorkommt

Wenn der Server nicht zugänglich ist. Auf einfachen Hostpaketen ohne Zugriff auf die Serverkonfiguration, in manchen Baukästen und bei Dateien, die über ein fremdes System ausgeliefert werden, bleibt oft nur dieser Weg.

Der zweite Fall ist die Absicht: eine Hinweisseite, die anzeigt, dass gleich weitergeleitet wird. Dafür ist die Verzögerung gedacht, und dafür ist sie auch vertretbar.

Woran man einen Meta-Redirect erkennt

Am Quelltext und an der Netzwerkansicht des Browsers: Dort steht ein Abruf mit Statuscode 200, gefolgt von einem zweiten Abruf. Prüfwerkzeuge weisen solche Weiterleitungen getrennt aus.

Bei einem Relaunch lohnt die Suche danach im Altbestand. Wer alte Weiterleitungen übernimmt, ohne sie zu prüfen, verlängert Ketten und verschenkt die Deutlichkeit, die ein Weiterleitungskonzept bringen soll.

Siehe auch:

Weiterleitungskette (Redirect Chain)

Mehrere Weiterleitungen hintereinander, bis eine Adresse endlich ihr Ziel erreicht.

#Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Weiterleitungskonzept (301-Mapping)

Die Zuordnung jeder alten Adresse zu ihrem neuen Ziel vor einem Relaunch oder Umzug.

#Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Canonical Tag

Angabe im Kopf einer HTML-Seite, die festlegt, welche URL als maßgebliche Fassung eines Inhalts gilt.

#Website-Struktur #Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Weiterleitungsschleife

Eine Folge von Weiterleitungen, die wieder auf ihren Ausgangspunkt zeigt, sodass keine Seite ausgeliefert wird.

#Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Crawling

Das automatische Abrufen von Seiten durch eine Suchmaschine.

#Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Technisches SEO

Die Arbeit daran, dass eine Website abrufbar, aufnehmbar und schnell genug ist.

#Suchmaschinenoptimierung (SEO)