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MCP-Server

oder auch Model Context Protocol Server

Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 18.10.2026

Ein MCP-Server ist ein Programm, das einem KI-Modell über das Model Context Protocol Werkzeuge und Daten anbietet. Er kapselt damit einen Zugang: zu einem Dateisystem, einer Datenbank, einem Ticketsystem, einer Schnittstelle.

MCP-Server

Ein Programm, das einem KI-Modell über das Model Context Protocol Werkzeuge und Daten anbietet.
Beispiel: „Der MCP-Server für das Ticketsystem lieferte vier Werkzeuge, davon zwei nur mit Leserecht.“

Drei Arten von Bausteinen kann er ausliefern: Tools als ausführbare Funktionen, Resources als Datenquellen und Prompts als wiederverwendbare Vorlagen.

Betrieben wird er lokal auf demselben Rechner oder entfernt über HTTP. Lokal bedeutet dabei: dieselben Rechte wie der angemeldete Nutzer.

Die Spezifikation beschreibt den Server knapp als „a program that provides context to MCP clients“; die Rollenverteilung steht in der Architekturübersicht des Protokolls, die auch festhält, dass je Server ein eigener Client entsteht.

Worauf bei der Auswahl zu achten ist

Auf die Herkunft und auf die Rechte. Ein lokal laufender Server hat Zugang zu allem, was der angemeldete Nutzer erreichen kann, und seine Werkzeugbeschreibungen landen ungefiltert im Kontext des Modells, siehe Tool Poisoning. Ein Server aus unbekannter Quelle ist damit kein Zusatz, sondern ein neuer Mitspieler mit weiten Rechten.

Was einen guten Server ausmacht

Wenige Werkzeuge mit klaren Namen und sauberen Beschreibungen. Ein Server mit dreißig Funktionen füllt den Kontext, bevor die Arbeit anfängt, und das Modell wählt zwischen Werkzeugen, die es nicht auseinanderhalten kann. In unseren Projekten haben sich kleine, auf eine Aufgabe zugeschnittene Server als die brauchbarere Form erwiesen.

Was man über die eingerichteten Server festhält

Eine kleine Liste: Name, Quelle, Fassung, welche Werkzeuge er mitbringt und wer ihn eingerichtet hat. Diese Liste ist die Grundlage für jede spätere Frage, und sie kostet fünf Minuten. Ohne sie weiß nach einem halben Jahr niemand mehr, warum ein bestimmter Server auf dem Rechner liegt.

Dazu gehört die Entscheidung, ob er lokal oder entfernt läuft. Lokal heißt kurze Wege und die Rechte des angemeldeten Nutzers; entfernt heißt eine Anmeldung, eine Verbindung über das Netz und ein Betreiber, der die Daten sieht. Beides ist vertretbar, und beides will einmal entschieden und notiert sein.

Siehe auch:

Model Context Protocol (MCP)

Ein offener Standard, über den KI-Anwendungen an Datenquellen und Werkzeuge angebunden werden.

#Künstliche Intelligenz (KI)

MCP-Client

Der Teil einer KI-Anwendung, der die Verbindung zu einem MCP-Server hält.

#Künstliche Intelligenz (KI)

Werkzeug-Schema (Tool Schema)

Die maschinenlesbare Beschreibung eines Werkzeugs, aus der ein Modell ableitet, wann und wie es zugreift.

#Künstliche Intelligenz (KI)

Tool Poisoning

Eine Anweisung an ein KI-Modell, die in der Beschreibung eines Werkzeugs versteckt ist.

#Künstliche Intelligenz (KI)

Function Calling

Das Verfahren, mit dem ein Sprachmodell einen Programmaufruf anfordert, den die Anwendung dann ausführt.

#Künstliche Intelligenz (KI)

Werkzeug-Freigabeliste (Tool Allowlist)

Die Festlegung, welche Werkzeuge ein KI-Agent ohne Rückfrage benutzen darf.

#Künstliche Intelligenz (KI)