Ein MCP-Client ist der Teil einer KI-Anwendung, der die Verbindung zu einem MCP-Server hält und von dort Werkzeuge und Daten holt. Er ist kein Programm, das man startet, sondern ein Baustein innerhalb der Anwendung.
- MCP-Client
Der Teil einer KI-Anwendung, der die Verbindung zu einem MCP-Server hält.
Beispiel: „Für die drei eingerichteten Server hielt die Anwendung drei MCP-Clients offen.“Die Anwendung selbst heißt im Protokoll MCP-Host: diejenige, die einen oder mehrere Clients betreibt und das Modell befragt. Je Server entsteht ein eigener Client.
Wer in der Praxis davon spricht, meint meist das Programm, in dem man die Server einrichtet: eine Entwicklungsumgebung, ein Chatprogramm, ein Coding-Agent.
Die Architekturübersicht des Protokolls beschreibt den Client als Baustein, der eine Verbindung zu einem Server hält und von dort Kontext für den Host bezieht; der Host koordiniert einen oder mehrere Clients.
Warum die Unterscheidung zählt
Weil die Rechte beim Host liegen. Der Client vermittelt, die Entscheidung über eine Freigabe trifft die Anwendung, und dort sitzt auch die Liste der erlaubten Werkzeuge. Wer eine Freigabe sucht, sucht sie deshalb in der Anwendung und nicht beim Server.
Was die Anwendung zusätzlich tut
Sie entscheidet, welche Werkzeuge das Modell überhaupt zu sehen bekommt. Alle Beschreibungen aller Server in den Kontext zu legen ist der einfache Weg und der teure; brauchbare Anwendungen wählen vor. Und sie hält den Ablauf fest, der sonst nirgends nachlesbar ist, siehe Audit Trail.
Wo die Einrichtung tatsächlich steht
In einer Konfigurationsdatei der Anwendung, meist im Projekt oder im Benutzerverzeichnis. Dort stehen die Server mit ihren Startbefehlen, und genau diese Datei ist der Punkt, an dem ein Angreifer ansetzen würde: Ein zusätzlicher Eintrag darin bringt ein fremdes Werkzeug in jeden künftigen Lauf.
Deshalb gehört die Datei in die Versionsverwaltung, damit jede Änderung sichtbar wird und nicht erst auffällt, wenn der Agent Dinge tut, die niemand erklären kann.