Ein Werkzeug-Schema ist die maschinenlesbare Beschreibung eines Werkzeugs, das einem KI-Modell zur Verfügung steht. Daraus leitet das Modell ab, wofür das Werkzeug gut ist, wann es zugreift und welche Angaben es mitgeben muss.
- Werkzeug-Schema (Tool Schema)
Die maschinenlesbare Beschreibung eines Werkzeugs, aus der ein Modell ableitet, wann und wie es zugreift.
Beispiel: „Nach einer besseren Beschreibung im Werkzeug-Schema griff das Modell zur Suche, statt zu raten.“Drei Teile: ein Name, eine Beschreibung in gewöhnlicher Sprache und ein Schema der erwarteten Eingaben, meist als JSON Schema. Bei Claude heißen diese Felder
name,descriptionundinput_schema.Die Beschreibung ist der wichtigste Teil. Sie entscheidet, ob das Modell das Werkzeug überhaupt in Betracht zieht, und sie ist der häufigste Grund, warum ein Agent ein vorhandenes Werkzeug nicht benutzt.
Was eine gute Beschreibung enthält
Wofür das Werkzeug da ist, in einem Satz. Wann es benutzt werden soll und wann ausdrücklich nicht. Was es zurückgibt. Und ein Hinweis auf Kosten oder Nebenwirkungen, damit das Modell ein teures Werkzeug nicht beiläufig aufruft. Ein Satz über die Abgrenzung zu einem ähnlichen Werkzeug erspart dabei mehr Fehlgriffe als jede zusätzliche Regel in der Systemanweisung.
Was die Werkzeugliste kostet
Sie steht bei jeder Anfrage im Prompt und wird jedes Mal bezahlt. Bei vierzig Werkzeugen mit ausführlichen Beschreibungen kommen leicht einige tausend Token zusammen, und sie belegen zugleich Platz im Kontextfenster. Das ist der sachliche Grund, warum wenige gut beschriebene Werkzeuge besser arbeiten als viele.
Warum das Schema die Sicherheitsgrenze nicht ist
Weil es beschreibt und nicht durchsetzt. Ob ein Aufruf erlaubt ist, entscheidet die Anwendung, die ihn ausführt, und nicht die Beschreibung, die das Modell gelesen hat. Ein Modell kann sich an die Beschreibung halten oder sich überreden lassen, und beides ändert nichts an dem, was die Anwendung zulässt. Die Grenze gehört deshalb in die Ausführung, siehe Werkzeug-Freigabeliste.