Ein Coding-Agent ist ein KI-Agent, der selbstständig Code liest, schreibt, ausführt und prüft. Er arbeitet im Projekt, nicht in einer Textbox: Er sucht die betroffenen Dateien, ändert sie, startet die Tests und bessert nach, bis sie durchlaufen.
- Coding-Agent
Ein KI-Agent, der selbstständig Code liest, schreibt, ausführt und prüft.
Beispiel: „Der Coding-Agent fand die Ursache in einer Datei, die im Fehlerbericht gar nicht vorkam.“Der Unterschied zur Codevervollständigung im Editor: Die schlägt die nächsten Zeilen vor, der Mensch bleibt am Steuer. Ein Agent übernimmt die Aufgabe und entscheidet selbst, was er dafür anfasst.
Der Unterschied zum Vibe Coding: Das beschreibt eine Arbeitsweise, bei der niemand den Code liest. Ein Coding-Agent lässt sich auch mit strenger Prüfung einsetzen, und so gehört er in Kundenprojekte.
Was ihn gut arbeiten lässt
Ein Projekt, das sich selbst prüfen kann. Tests, ein Linter, eine Typprüfung, ein Befehl, der alles zusammen ausführt: Das sind die Rückmeldungen, an denen ein Agent seine Arbeit misst. In einem Projekt ohne Tests arbeitet derselbe Agent deutlich schlechter, weil ihm die Beobachtung fehlt, die seine Schleife braucht.
Was in die Projektanweisung gehört
Die Befehle zum Prüfen, die Hausregeln für Stil und Aufbau, die Bereiche, die nicht angefasst werden, und die Eigenheiten der Umgebung. In diesem Projekt steht das in einer Datei im Wurzelverzeichnis, und sie ist der wirksamste Hebel überhaupt: Jede Regel, die dort steht, muss nicht in jeder Anfrage wiederholt werden.
Wo die Verantwortung bleibt
Beim Menschen, der die Änderung freigibt. Ein Agent kann Tests grün bekommen, indem er die Tests ändert; er kann eine Abhängigkeit hinzufügen, die niemand wollte; er kann eine Lösung bauen, die funktioniert und an der falschen Stelle sitzt. Deshalb gilt bei uns: Code aus einem Agenten durchläuft dieselbe Prüfung wie Code aus der Hand eines Menschen. Was sich geändert hat, ist die Menge: Es kommt mehr zum Prüfen an, und das Lesen von Änderungen ist zur häufigsten Tätigkeit geworden.