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KI-Verantwortlicher

oder auch AI Officer, KI-Beauftragter

Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 18.10.2026

Der KI-Verantwortliche ist die benannte Person, die in einem Unternehmen für den Einsatz von KI zuständig ist: für die Regeln, für die Übersicht, für Schulung und für die Prüfung neuer Werkzeuge. Die Rolle ist in Deutschland nicht vorgeschrieben und in der Praxis trotzdem nötig.

KI-Verantwortlicher

Die benannte Person, die im Unternehmen für den Einsatz von KI zuständig ist.
Beispiel: „Seit es einen KI-Verantwortlichen gab, landeten neue Werkzeuge vor der Einführung auf einem Schreibtisch.“

Was dazugehört: das KI-Inventar pflegen, die KI-Richtlinie fortschreiben, Werkzeuge prüfen, Schulung organisieren und Ansprechpartner für Fragen sein.

Abgrenzung zum Datenschutzbeauftragten: Dessen Rolle ist gesetzlich geregelt und auf den Datenschutz begrenzt. Beide Rollen arbeiten zusammen und sind nicht dasselbe.

Warum eine Person und nicht ein Gremium

Weil Gremien nicht entscheiden. Eine Anfrage, ob ein Werkzeug benutzt werden darf, braucht eine Antwort in Tagen, nicht im nächsten Quartalstermin. Wo es keine benannte Person gibt, entscheiden die Mitarbeiter selbst, und das ist der Weg, auf dem Werkzeuge ohne Vertrag ins Haus kommen.

Wo die Rolle sinnvoll sitzt

Nicht in der Rechtsabteilung und nicht allein in der IT. Gebraucht wird jemand, der die Arbeit der Fachabteilungen kennt und technisch urteilen kann; in mittelständischen Betrieben ist das oft eine Person aus der IT mit Nähe zum Geschäft, in Agenturen jemand aus der Projektleitung. Die rechtliche Prüfung wird zugekauft, die Einschätzung bleibt im Haus.

Wie viel Zeit sie braucht

In einem Betrieb mit fünfzig Leuten etwa einen halben Tag im Monat, in den ersten Monaten mehr. Das ist der Umfang, den man einplanen muss, und er ist der Grund, warum die Rolle meist zu einer bestehenden Aufgabe hinzukommt. Ohne ausgewiesene Zeit bleibt sie auf dem Papier.

Was die europäische Regelung damit zu tun hat

Sie verlangt Kenntnisse, keine Rolle. Vorgeschrieben ist, dass die mit KI arbeitenden Personen ausreichend geschult sind; wie ein Betrieb das organisiert, bleibt ihm überlassen. Eine benannte Zuständigkeit ist der einfachste Weg, diese Pflicht nachweisbar zu erfüllen, siehe KI-Kompetenz.

Siehe auch:

KI-Inventar

Eine Liste aller KI-Systeme, die in einem Unternehmen im Einsatz sind, samt Zweck und Verantwortung.

#Künstliche Intelligenz (KI)

KI-Richtlinie (AI Policy)

Die schriftliche Hausregel, welche KI-Werkzeuge mit welchen Daten wofür benutzt werden dürfen.

#Künstliche Intelligenz (KI)

KI-Kompetenz (AI Literacy)

Die Pflicht, dass die Leute, die KI-Systeme einsetzen, sie auch verstehen.

#Künstliche Intelligenz (KI)

KI-Verordnung (AI Act)

Das europäische Gesetz, das den Einsatz von KI-Systemen nach Risikoklassen regelt.

#Künstliche Intelligenz (KI)

Schatten-KI (Shadow AI)

Der Einsatz von KI-Werkzeugen im Betrieb ohne Wissen und Freigabe der Verantwortlichen.

#Künstliche Intelligenz (KI)

Datenschutz bei KI-Tools

Die Frage, welche personenbezogenen Daten in ein KI-Werkzeug dürfen und auf welcher Grundlage.

#Künstliche Intelligenz (KI)