Eine KI-Richtlinie ist die schriftliche Hausregel, welche KI-Werkzeuge im Unternehmen mit welchen Daten und für welche Aufgaben benutzt werden dürfen. Sie ist kein Gesetz und keine Pflicht, sondern das Mittel, mit dem sich mehrere gesetzliche Pflichten gleichzeitig erfüllen lassen.
- KI-Richtlinie (AI Policy)
Die schriftliche Hausregel, welche KI-Werkzeuge mit welchen Daten wofür benutzt werden dürfen.
Beispiel: „In der KI-Richtlinie steht auf zwei Seiten, welche drei Werkzeuge freigegeben sind und was nie hineingehört.“Was hineingehört: die freigegebenen Werkzeuge mit Namen, die Daten, die nicht hineindürfen, die Aufgaben, bei denen eine Prüfung durch einen Menschen vorgeschrieben ist, die Regeln für die Kennzeichnung veröffentlichter Inhalte, und wer bei Fragen entscheidet.
Was sie leistet: Sie deckt die KI-Kompetenz nach Artikel 4 mit ab, sie begrenzt den Datenabfluss, und sie beendet die stille Nutzung privater Konten, siehe Schatten-KI.
Was eine Richtlinie wertlos macht
Zwei Dinge. Erstens: Verbote ohne Alternative. Wer die gängigen Werkzeuge untersagt und nichts freigibt, erzeugt genau die heimliche Nutzung, die er verhindern wollte. Zweitens: Länge. Eine Richtlinie über zwölf Seiten liest niemand; zwei Seiten mit konkreten Namen und klaren Grenzen wirken.
Wer sie schreiben sollte
Nicht die Rechtsabteilung allein. Eine Richtlinie, die ohne die Leute entsteht, die mit den Werkzeugen arbeiten, verbietet das Falsche und erlaubt das Unbrauchbare. Praktisch bewährt hat sich ein Entwurf aus der Fachabteilung, ein Durchgang mit dem Datenschutz und eine Freigabe durch die Leitung.
Wie wir es halten
Freigegebene Werkzeuge mit Konto auf Firmenrechnung, damit die Nutzungsbedingungen zum Unternehmen passen und nicht zum Privatkonto. Eine kurze Liste dessen, was nie in ein Modell gegeben wird: Zugangsdaten, personenbezogene Kundendaten ohne Vertrag, unveröffentlichte Angebote Dritter. Und die Regel, dass jeder veröffentlichte Text einen Menschen hat, der ihn verantwortet.
Was die Richtlinie regelmäßig braucht
Ein Datum und eine Prüfung. Die Auswahl der Werkzeuge ändert sich schneller als jedes andere Thema in einem Unternehmen; eine Richtlinie von vor einem Jahr nennt Dienste, die es nicht mehr gibt, und kennt die nicht, die alle benutzen. Zweimal im Jahr durchgehen genügt, und der Vermerk darüber ist zugleich der Nachweis für Artikel 4. Wer dabei einen Dienst streicht, sagt im selben Satz, was stattdessen gilt, sonst entsteht an dieser Stelle wieder eine Lücke.