Eine IDN ist eine Domain mit Zeichen außerhalb des englischen Alphabets: Umlaute, Akzente, griechische oder arabische Schrift. Die Abkürzung steht für Internationalized Domain Name, auf Deutsch etwa internationalisierter Domainname.
- IDN (Umlautdomain)
Eine Domain mit Zeichen außerhalb des englischen Alphabets, etwa mit Umlauten.
Beispiel: „Die IDN mit ü ließ sich registrieren, die Schreibweise mit ue ebenfalls.“Auch: Umlautdomain, internationalisierter Domainname. Bei .de sind Umlaute und das ß seit März 2004 erlaubt, dazu Zeichen weiterer europäischer Sprachen.
Abgrenzung zum Punycode: Dieser ist die Umschrift, in der das Namenssystem die Umlautdomain führt. Beides ist dieselbe Domain, einmal lesbar und einmal technisch.
Wie eine Umlautdomain technisch funktioniert
Das Namenssystem kennt nur Buchstaben, Ziffern und den Bindestrich. Eine Umlautdomain wird deshalb umgerechnet: Aus müller.de wird xn--mller-kva.de, und unter diesem Namen läuft die Abfrage. Der Browser übernimmt die Umrechnung und zeigt dem Besucher weiterhin die lesbare Fassung.
Die Umrechnung geschieht je Namensteil. Nur der Teil mit dem Sonderzeichen bekommt die Vorsilbe xn--, der Rest bleibt stehen. Für den Inhaber ändert sich nichts; registriert wird die lesbare Schreibweise.
Wo eine Umlautdomain im Alltag klemmt
An drei Stellen. In E-Mail-Adressen sind Umlaute links vom At-Zeichen nur eingeschränkt unterstützt, weshalb viele Anbieter sie gar nicht erst anbieten. In Zertifikaten und Serverkonfigurationen taucht die Punycode-Form auf, was beim Suchen nach Fehlern verwirrt. Und am Telefon ist ein Umlaut im Namen genau so mühsam zu diktieren wie die Ersatzschreibweise.
Dazu kommt die Verwechslungsgefahr zwischen ähnlich aussehenden Zeichen aus verschiedenen Schriften, die für Angriffe ausgenutzt wird. Browser zeigen eine verdächtige Mischung deshalb als Punycode an.
Wann sich eine IDN lohnt
Als Zweitname. Wer Müller heißt, registriert beides: die Fassung mit ü und die mit ue. Eine davon ist die Hauptadresse, die andere leitet dorthin weiter. So landet jeder richtig, egal wie er tippt.
Als alleinige Adresse ist sie selten eine gute Wahl, weil die Ersatzschreibweise im Druck, in E-Mails und in Verzeichnissen weniger Fehler erzeugt. Die Ausnahme sind Namen, die ohne Umlaut unverständlich werden.