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Punycode

Tags: Domains
Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 04.11.2026

Punycode ist die Umschrift, in der Domains mit Sonderzeichen im Namenssystem geführt werden. Aus müller.de wird xn--mller-kva.de: Die Vorsilbe xn-- markiert die Umschrift, dahinter stehen der Name ohne Sonderzeichen und eine Angabe, wo welches Zeichen einzusetzen ist.

Punycode

Die Umschrift, in der Domains mit Sonderzeichen im Namenssystem geführt werden.
Beispiel: „Im Zertifikat stand die Domain als Punycode, nicht mit Umlaut.“

Auch: ACE-Form, von ASCII Compatible Encoding. Erkennbar ist sie immer an der Vorsilbe xn--.

Abgrenzung zur IDN: Diese ist die lesbare Domain. Punycode ist dieselbe Domain in der Form, die das Namenssystem versteht.

Wie die Umschrift aufgebaut ist

Zuerst kommen alle Zeichen, die ohnehin erlaubt sind, in ihrer Reihenfolge. Dann folgt ein Bindestrich als Trenner, und danach eine verdichtete Angabe, welche Sonderzeichen an welche Stelle gehören. Aus müller wird so mller-kva, aus köln wird kln-sna.

Das Verfahren ist umkehrbar und eindeutig: Jede lesbare Fassung ergibt genau eine Umschrift und umgekehrt. Rechnen muss das niemand von Hand; Browser, Registrierungsoberflächen und Werkzeuge erledigen es im Hintergrund.

Wo Punycode im Alltag auftaucht

Überall dort, wo Technik die Domain verarbeitet. In der Zonendatei, im Zertifikat, in Serverkonfigurationen, in Protokolldateien und in den Berichten mancher Analysewerkzeuge. Wer eine Umlautdomain betreut, sollte die Punycode-Fassung seiner Domain deshalb kennen.

Ein häufiger Stolperstein ist das SSL-Zertifikat: Ausgestellt wird es auf die Punycode-Form, und wer die lesbare Fassung einträgt, bekommt eine Fehlermeldung, die auf den ersten Blick nach einem ganz anderen Problem aussieht.

Warum Browser die Umschrift manchmal zeigen

Zum Schutz. Einige Zeichen aus fremden Schriften sehen lateinischen Buchstaben zum Verwechseln ähnlich; ein kyrillisches а ist vom lateinischen a kaum zu unterscheiden. Damit ließen sich Adressen nachbauen, die echt aussehen.

Deshalb prüfen Browser, ob eine Domain Zeichen aus mehreren Schriftsystemen mischt oder zur eingestellten Sprache passt. Fällt die Prüfung negativ aus, zeigen sie statt des lesbaren Namens die Punycode-Fassung an, und die fällt sofort auf.

Siehe auch:

IDN (Umlautdomain)

Eine Domain mit Zeichen außerhalb des englischen Alphabets, etwa mit Umlauten.

#Domains

Domain

Der Name, unter dem eine Website im Internet erreichbar ist.

#Domains

Second-Level-Domain

Der frei wählbare Teil eines Domainnamens, links von der Endung.

#Domains

DNS (Domain Name System)

Das Verzeichnis des Internets, das Namen in Adressen übersetzt.

#DNS & Nameserver

SSL-Zertifikat

Eine beglaubigte Datei, mit der ein Server nachweist, dass er zu einer Domain gehört.

#Hosting & Webserver

URL

Die vollständige Adresse, unter der eine Seite oder Datei im Web erreichbar ist.

#Website-Struktur