Green Hosting ist Hosting, dessen Anbieter den Strombedarf aus erneuerbaren Quellen deckt und den Verbrauch offenlegt. Der Begriff ist nicht geschützt, deshalb entscheidet der Nachweis darüber, ob er etwas bedeutet.
- Green Hosting
Hosting, dessen Anbieter den Strombedarf aus erneuerbaren Quellen deckt und den Verbrauch nachweist.
Beispiel: „Der Anbieter wirbt mit Green Hosting und weist Herkunftsnachweise für den Strom des Rechenzentrums aus.“Auch: Öko-Hosting, klimaneutrales Hosting. Die zweite Bezeichnung meint meist Ausgleichszahlungen und nicht den Strom selbst.
Die aussagekräftige Kennzahl heißt Power Usage Effectiveness, kurz PUE: der Gesamtverbrauch geteilt durch den Verbrauch der Rechentechnik. Alles über 1,5 geht überwiegend in Kühlung und Verluste.
Woran belastbares Green Hosting zu erkennen ist
An drei Angaben: Herkunftsnachweise für den gelieferten Strom, ein genannter PUE-Wert und die Nutzung der Abwärme. Wer alle drei beziffert, hat sich damit befasst.
Ausgleichszahlungen allein sagen über den Betrieb nichts. Sie werden nachträglich geleistet und lassen den Verbrauch unberührt, deshalb stehen sie in der Werbung öfter als Verbrauchszahlen.
Was der Standort mit Green Hosting zu tun hat
Viel, denn der Strommix ist regional verschieden. Dieselbe Maschine verursacht in Norwegen oder Island einen Bruchteil der Emissionen, die sie in einem Netz mit hohem Kohleanteil verursacht.
Beim Serverstandort trifft das auf die rechtliche Seite: Ein Standort in der EU ist für die Datenverarbeitung der einfachere Weg, und nordische Rechenzentren liegen innerhalb des Rechtsraums.
Was die Website selbst beiträgt
Mehr als die Wahl des Anbieters. Jedes nicht geladene Megabyte spart Übertragung, Rechenzeit und Strom auf beiden Seiten; große Bilder sind der größte Posten einer gewöhnlichen Seite.
Der Weg dorthin deckt sich mit dem für Core Web Vitals: weniger laden, Bilder in heutigen Formaten ausliefern, Zwischenspeicher nutzen. Technik und Verbrauch zeigen hier in dieselbe Richtung.