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CO2-Fußabdruck von KI

oder auch Klimabilanz von KI, Treibhausgasemissionen von KI

Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 18.10.2026

Der CO2-Fußabdruck von KI sind die Treibhausgasemissionen, die durch Herstellung der Hardware, Training der Modelle und laufenden Betrieb entstehen. Er ist nicht dasselbe wie der Stromverbrauch, weil derselbe Verbrauch je nach Strommix sehr verschiedene Emissionen bedeutet.

CO2-Fußabdruck von KI

Die Treibhausgasemissionen, die durch Herstellung, Training und Betrieb von KI-Systemen entstehen.
Beispiel: „Der CO2-Fußabdruck von KI hängt am Standort: dasselbe Rechenzentrum emittiert in Schweden und in Polen sehr unterschiedlich.“

Drei Posten: die Herstellung von Prozessoren und Gebäuden, der Strom für das Training, der Strom für den laufenden Betrieb. Der dritte Posten wächst über die Lebenszeit eines Modells am stärksten.

Abgrenzung zum Energieverbrauch von KI: Der misst Strom in Kilowattstunden. Hier kommt die Frage dazu, woher der Strom stammt.

Welche Zahlen belegt sind

Der Stromverbrauch von Rechenzentren insgesamt und die Entwicklung der Projektionen. Nicht belegt sind der Anteil, der auf KI entfällt, und der Verbrauch je einzelner Anfrage; beide Zahlen veröffentlichen die Anbieter nicht oder nur mit Annahmen, die sich nicht prüfen lassen. Jede Zahl je Anfrage, die im Umlauf ist, stammt aus einer Schätzung.

Warum der Vergleich mit Suchanfragen hinkt

Weil beide Werte schwanken und keiner veröffentlicht ist. Vergleiche nach dem Muster, eine Modellanfrage verbrauche so viel wie eine bestimmte Anzahl Suchanfragen, kursieren seit Jahren und beruhen auf Angaben, die inzwischen überholt sind. Die Effizienz der Modelle hat sich stark verbessert, und die Nutzungsmenge ist gewachsen; was daraus netto folgt, ist offen.

Was für einen Betrieb daraus folgt

Die Standortfrage und die Modellwahl. Wer die eigene Bilanz betrachtet, kann beim Anbieter nach Region und Strommix fragen und ein kleineres Modell für einfache Aufgaben wählen; beides wirkt unmittelbar. Alles Weitere liegt außerhalb des Einflussbereichs eines einzelnen Betriebs.

Wie wir damit in Texten umgehen

Mit Zahlen, Datum und Urheber, oder gar nicht. Eine Projektion wird als Projektion benannt, eine Schätzung als Schätzung, und der Satz über den Verbrauch je Anfrage bleibt weg. Das ist weniger eindrücklich als die umlaufenden Vergleiche und hält bei Nachfragen stand.

Siehe auch:

Energieverbrauch von KI

Der Strombedarf für Training und Betrieb von KI-Modellen und der Rechenzentren dahinter.

#Künstliche Intelligenz (KI)

Rechenzentrum für KI (AI Data Center)

Ein Rechenzentrum, das eigens für das Training und den Betrieb von KI-Modellen gebaut ist.

#Künstliche Intelligenz (KI)

Wasserverbrauch von Rechenzentren

Das Wasser, das für die Kühlung von Rechenzentren und mittelbar für ihre Stromerzeugung gebraucht wird.

#Künstliche Intelligenz (KI)

Trainingskosten

Der einmalige Aufwand, ein KI-Modell von Grund auf zu trainieren.

#Künstliche Intelligenz (KI)

GPU (Grafikprozessor)

Ein Prozessor mit tausenden einfachen Rechenwerken, ursprünglich für Bilder gebaut, heute die Grundlage der KI.

#Künstliche Intelligenz (KI)

Inferenzkosten

Die laufenden Kosten für die Beantwortung von Anfragen durch ein KI-Modell, abgerechnet je Token.

#Künstliche Intelligenz (KI)