Generative Engine Optimization, kurz GEO, bereitet Inhalte so auf, dass Sprachmodelle sie in ihren Antworten verwenden. Gemeint sind die Antwortfenster von ChatGPT, Claude, Perplexity, Gemini und der KI-Modus der Google-Suche, in denen ein Modell eine Antwort formuliert und dabei Quellen heranzieht.
- Generative Engine Optimization (GEO)
Inhalte so aufbereiten, dass Sprachmodelle sie in ihren Antworten verwenden.
Beispiel: „Die Generative Engine Optimization zahlte sich zuerst beim Glossar aus, weil dort jeder Abschnitt für sich allein steht.“Herkunft: Der Begriff stammt aus einer Arbeit von Aggarwal und Kollegen vom November 2023, die ihn als Verfahren beschreibt, mit dem Autoren die Sichtbarkeit ihrer Inhalte in generativen Antworten verbessern.
Abgrenzung zur klassischen Suchmaschinenoptimierung: Dort geht es um eine Platzierung in einer Ergebnisliste, siehe SERP. Hier geht es darum, in einer formulierten Antwort vorzukommen, in der oft nur zwei oder drei Quellen genannt werden.
Was nach heutigem Stand wirkt
Vier Dinge, und alle sind handwerklich. Jeder Abschnitt beantwortet eine Frage und bleibt verständlich, wenn man ihn allein liest. Aussagen tragen eine Zahl, ein Datum oder eine benannte Quelle, weil ein Modell Belegbares bevorzugt heranzieht. Die Begriffe stehen in der Schreibweise da, in der Menschen sie eingeben. Und es gibt etwas, das nur hier steht: eine eigene Zahl, ein eigener Fall, eine eigene Einordnung. Allgemeinwissen holt sich ein Modell aus dem Gedächtnis und braucht die Website nicht dafür.
Die begriffsprägende Arbeit „GEO: Generative Engine Optimization“ (Aggarwal u. a., November 2023) berichtet Verbesserungen der Sichtbarkeit um „up to 40%“. Die Zahl stammt aus dem eigenen Prüfaufbau der Autoren und aus dem Herbst 2023; als Belegstelle für den Begriff taugt sie, als Erfolgsversprechen nicht.
Was GEO mit SEO teilt
Den größten Teil. Eine Seite, die ein Modell nicht abrufen kann, kommt in keiner Antwort vor, und damit zählen Erreichbarkeit, Ladezeit, saubere Überschriften und auszeichnende strukturierte Daten hier genauso. Neu ist vor allem die Zuschnittfrage: Ein Modell nimmt einen Abschnitt und nicht eine Seite. Wer in Abschnitten denkt, die für sich stehen, arbeitet für beide Kanäle gleichzeitig.