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Fake-Shop

oder auch Fakeshop

Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 04.11.2026

Ein Fake-Shop ist ein vorgetäuschter Onlineshop, der Ware gegen Vorkasse annimmt und nie liefert. Aufgebaut ist er meist aus einer fertigen Vorlage, kopierten Produktfotos und einem Impressum, das von einem echten Händler stammt.

Fake-Shop

Ein vorgetäuschter Onlineshop, der Ware gegen Vorkasse annimmt und nie liefert.
Beispiel: „Der Fake-Shop warb mit Markenware zum halben Preis und nahm nur Vorkasse.“

Auch: Fakeshop ohne Bindestrich ist dieselbe Sache. Die Verbraucherzentralen sammeln bekannte Adressen und bieten ein Prüfwerkzeug an.

Abgrenzung zum gehackten Shop: Dort gibt es einen echten Händler, dessen Seite verändert wurde. Ein Fake-Shop ist von der ersten Zeile an für den Betrug gebaut.

Woran sich ein Fake-Shop erkennen lässt

An sechs Merkmalen, von denen selten alle zusammen auftreten.

  • Preise, die deutlich unter dem Markt liegen, bei sofortiger Verfügbarkeit.

  • Vorkasse als einzige Zahlungsart, oft erst im letzten Schritt sichtbar.

  • Ein Impressum, das zu keiner auffindbaren Firma passt.

  • Eine Domain, die erst wenige Wochen alt ist.

  • Produktfotos und Texte, die sich bei anderen Händlern wiederfinden.

  • Gütesiegel als Bild ohne Verlinkung auf das Prüfverzeichnis.

Ein SSL-Zertifikat gehört ausdrücklich nicht in diese Liste. Es ist kostenlos zu bekommen und sagt nur, dass die Verbindung verschlüsselt ist.

Was nach einer Zahlung an einen Fake-Shop zu tun ist

Sofort die Bank anrufen und um Rückruf der Überweisung bitten; bei Kartenzahlung den Vorgang widersprechen. Danach Anzeige erstatten, auch online, und alle Belege sichern: Bestellbestätigung, Kontodaten, Verlauf der Seite als Bildschirmfoto. Wer über einen Bezahldienst gezahlt hat, meldet den Fall dort, weil dessen Käuferschutz oft greift.

Wie Händler ihren Namen gegen Fake-Shops schützen

Durch regelmäßige Suche und schnelle Meldung. Einmal im Monat den eigenen Namen samt typischer Produkte suchen, dazu Schreibweisen mit vertauschten Zeichen, siehe Typosquatting. Wird etwas gefunden, geht die Meldung an den Hoster, den Registrar und die Plattform, auf der geworben wird. Wer eine eingetragene Marke hat, kommt dort schneller durch. Ein kurzer Hinweis auf der eigenen Seite hilft Kunden, die schon bezahlt haben.

Siehe auch:

Scam

Das englische Wort für Betrug, im Netz der Sammelbegriff für Maschen, die direkt auf Geld zielen.

#Web-Security

Typosquatting

Das Registrieren von Tippfehlerfassungen einer bekannten Domain.

#Domains

Impressum

Pflichtseite mit den gesetzlich vorgeschriebenen Angaben über den Anbieter einer Website.

#Website-Struktur

SSL-Zertifikat

Eine beglaubigte Datei, mit der ein Server nachweist, dass er zu einer Domain gehört.

#Hosting & Webserver

Phishing

Der Versuch, Zugangsdaten mit einer gefälschten Nachricht und einer nachgebauten Anmeldeseite abzugreifen.

#Web-Security

Social Engineering

Der Oberbegriff für Angriffe, die Menschen zu einer Handlung bewegen, statt Technik zu überwinden.

#Web-Security