Ein Drive-by-Download ist das unbemerkte Herunterladen von Schadsoftware allein durch den Besuch einer Website. Ein Klick ist dafür nicht nötig.
- Drive-by-Download
Das unbemerkte Herunterladen von Schadsoftware allein durch den Besuch einer Website.
Beispiel: „Der Drive-by-Download lief über eine Werbeeinblendung auf einer bekannten Nachrichtenseite.“Auch: Drive-by-Infektion. Die Sammlung von Angriffscode dahinter heißt Exploit-Kit.
Abgrenzung zum Phishing: Dort muss das Opfer etwas tun. Hier genügt der Aufruf der Seite.
Wie ein Drive-by-Download funktioniert
Über eine Lücke im Browser oder in einer seiner Erweiterungen. Die Seite liefert Code aus, der die Lücke ausnutzt und darüber ein Programm auf das Gerät bringt; sichtbar ist davon nichts. Die Seite selbst muss dabei nicht bösartig sein: Häufig kommt der Code über eine eingebundene Werbung oder über eine fremde Bibliothek, die ausgetauscht wurde.
Warum Drive-by-Downloads seltener geworden sind
Weil die Angriffsfläche geschrumpft ist. Die Zusatzprogramme, die diese Angriffe jahrelang getragen haben, sind aus den Browsern verschwunden; was blieb, läuft in einer abgeschotteten Umgebung und aktualisiert sich selbst. Ein Angriff braucht heute eine Lücke, mit der sich diese Abschottung durchbrechen lässt, und solche Lücken sind teuer.
Was heute an ihre Stelle tritt
Der Klick, den das Opfer selbst macht. Statt einer Lücke benutzen Angreifer eine gefälschte Aufforderung: eine angebliche Aktualisierung des Browsers, eine Prüfung, bei der man einen Befehl kopieren und einfügen soll, ein Dokument, das erst nach Freigabe von Makros lesbar wird. Der technische Angriff ist durch einen sozialen ersetzt worden, und dagegen hilft kein Update.