dofollow bezeichnet einen Link, der kein nofollow trägt, also den Normalfall. Im HTML gibt es dieses Merkmal nicht: Ein Attribut rel=„dofollow“ steht in keiner Spezifikation und bewirkt nichts. Das Wort stammt aus dem Sprachgebrauch der Branche und beschreibt eine Abwesenheit.
- dofollow
Der Normalfall eines Links, der kein nofollow trägt; ein Wort aus dem Sprachgebrauch und kein Attribut.
Beispiel: „Der Fachbeitrag brachte zwei dofollow-Links aus dem Hochschulbereich.“Entstanden ist der Begriff als Gegenwort, nachdem nofollow 2005 eingeführt wurde. Vorher brauchte niemand ein Wort für den Normalzustand.
Anwendungsfall: In Werkzeugen zur Linkanalyse ist dofollow eine Filterangabe und dort nützlich, obwohl das Merkmal im Quelltext fehlt.
Warum es kein dofollow-Attribut gibt
Weil der Standard den Normalfall nicht ausdrücken muss. Ein Link ohne Einschränkung wird verfolgt und gewertet; dafür braucht es keine Angabe. nofollow ist die Ausnahme und deshalb die Angabe, die geschrieben wird. Wer rel=„dofollow“ in den Quelltext schreibt, erzeugt einen Wert, den kein Crawler kennt.
Das Attribut rel selbst gibt es natürlich, und es trägt eine Reihe gültiger Werte: nofollow, sponsored, ugc, noopener, canonical und weitere. Nur dofollow gehört nicht dazu.
Wie der Begriff dofollow im Alltag benutzt wird
Als Kurzform für eine Eigenschaft, die man wissen will. Wenn in einem Bericht steht, eine Domain habe 40 dofollow-Links geschickt, ist gemeint: 40 Links ohne Einschränkung. Das ist eine brauchbare Angabe, weil sich daraus ablesen lässt, wie viel von einer Verlinkung überhaupt zählen kann.
In Gesprächen über Platzierungen hat das Wort einen zweiten, unschöneren Gebrauch: Die Frage „ist der Link dofollow?“ bedeutet dann „bringt er mir etwas?“. Wo Geld für die Antwort fließt, ist man bei Paid Links und damit bei einem Verstoß gegen die Richtlinien.
Was dofollow für die eigene Arbeit bedeutet
Praktisch wenig. Wer Links setzt, entscheidet nur darüber, ob eine Einschränkung nötig ist. Alles andere bleibt, wie es ist, und braucht keine Pflege.
Beim Aufbau von Verweisen aus fremden Quellen lohnt der Blick trotzdem: Eine Erwähnung ohne Link bringt Aufmerksamkeit, ein Link mit Einschränkung eine Spur mehr, ein Link ohne Einschränkung das meiste. Alle drei haben ihren Platz, und keiner davon ist das Ziel der Arbeit.