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Template

oder auch Designvorlage, Vorlage

Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 02.09.2026

Ein Template ist ein wiederverwendbares Seitengerüst, das den Aufbau festlegt und die Inhalte offen lässt. Es bestimmt, an welcher Stelle Überschrift, Text, Bilder und Bedienelemente stehen, und wird zur Laufzeit mit den Daten des jeweiligen Eintrags gefüllt. Ein CMS erzeugt so aus einem Gerüst beliebig viele Seiten.

Template

Seitengerüst mit Platzhaltern, das für viele Inhalte derselben Art wiederverwendet wird. Auf Deutsch Vorlage oder Designvorlage.
Beispiel: „Alle Stellenanzeigen laufen über dasselbe Template, deshalb ändert eine Anpassung sie alle.“

Im CMS: die Datei, die ein Inhaltstyp zum Rendern benutzt. In Statamic etwa glossar/show, in TYPO3 ein Fluid-Template, in WordPress eine Datei wie single.php.

In Atomic Design: die vierte Ebene, also das Seitengerüst aus Organismen, noch ohne echte Inhalte.

Ein Rahmen Theme, der vier Templates sowie Stylesheets, Skripte und Bilder umschließt
Ein Template ist ein einzelnes Seitengerüst. Das Theme bündelt mehrere davon zusammen mit Stilen, Skripten und Bildern.

Wie ein Template aufgebaut ist

Im Kern besteht ein Template aus festem Markup und Platzhaltern, die beim Aufruf ersetzt werden. Dazu kommen einfache Bedingungen und Schleifen, damit dieselbe Vorlage mit unterschiedlich gefüllten Einträgen zurechtkommt. Ein Bild, das nicht gepflegt wurde, soll keine leere Box hinterlassen.

<article>
  <h1>{{ title }}</h1>
  <!-- Nur ausgeben, wenn das Feld gepflegt ist -->
  {{ if teaser }}<p class="lead">{{ teaser }}</p>{{ /if }}
  {{ content }}
</article>

Welche Schreibweise die Platzhalter haben, unterscheidet sich je nach System. Statamic nutzt Antlers, TYPO3 setzt auf Fluid, Laravel auf Blade. Das Prinzip bleibt dasselbe: Struktur im Template, Inhalt aus dem Datensatz.

Wie ein Template den Redaktionsalltag prägt

Jede Entscheidung im Template gilt für alle Seiten, die es benutzt. Das ist der Gewinn und zugleich die Einschränkung. Zweihundert Produktseiten bekommen mit einer Änderung dasselbe neue Element, und eine einzelne Seite lässt sich eben nicht schnell anders bauen. Wo tatsächlich Freiheit gebraucht wird, arbeitet man deshalb mit einem Baukasten aus Inhaltselementen, den die Redaktion selbst zusammenstellt.

Die Wahl zwischen beidem gehört an den Anfang eines Projekts. Ein streng geführtes Template hält die Gestaltung über Jahre stabil, weil niemand daran vorbeibauen kann, und eignet sich für alles, was in großer Zahl und gleicher Form vorkommt: Stellenanzeigen, Produkte, Blogbeiträge, Glossareinträge. Ein freier Baukasten passt zu Seiten, die einzeln argumentieren, etwa Startseite, Leistungsseiten und Landingpages, und braucht dafür Regeln, damit die Seiten nicht auseinanderlaufen.

Template und Theme

Die beiden Begriffe werden oft synonym benutzt und bezeichnen unterschiedliche Ebenen. Das Template ist ein einzelnes Gerüst für einen Inhaltstyp. Ein Theme ist das Paket, das mehrere Templates zusammen mit Stilen, Skripten und Bildern ausliefert und damit das Erscheinungsbild einer ganzen Website trägt.

Siehe auch:

Atomic Design

Methode, Oberflächen aus fünf aufeinander aufbauenden Ebenen von Bausteinen zu entwickeln statt Seite für Seite zu gestalten.

#Webdesign-Grundlagen

Theme

Austauschbares Paket aus Templates und Gestaltungsdateien, das das Erscheinungsbild einer ganzen Website trägt.

#Webdesign-Grundlagen