Cryptojacking ist das heimliche Schürfen von Kryptowährung auf fremder Rechenleistung. Der Angreifer stiehlt keine Daten, sondern Strom und Rechenzeit.
- Cryptojacking
Das heimliche Schürfen von Kryptowährung auf fremder Rechenleistung.
Beispiel: „Das Cryptojacking fiel erst auf, als die Rechnung des Cloud-Anbieters sich verdoppelte.“Auch: Mining-Malware. Eine Variante läuft als Skript im Browser und endet, sobald der Besucher die Seite verlässt.
Abgrenzung zur Ransomware: Die Erpressung will auffallen, das Cryptojacking will genau das nicht. Je länger es unbemerkt bleibt, desto mehr bringt es ein.
Wie Cryptojacking auf ein System kommt
Auf denselben Wegen wie jede andere Schadsoftware, mit einem Schwerpunkt. Besonders betroffen sind Server mit offenen Verwaltungsschnittstellen und Umgebungen in der Cloud, in denen sich mit gestohlenen Zugangsdaten schnell viele Rechner starten lassen. Bei Websites kommt der Code häufig über ein unterwandertes Plugin oder eine fremde Skriptquelle herein.
Woran man Cryptojacking merkt
An der Auslastung und an der Rechnung. Ein Server, der dauerhaft unter Volllast läuft, ohne dass die Nutzung es erklärt, ist der klassische Befund; in der Cloud zeigt sich dasselbe als plötzlich gestiegene Kosten. Auf Geräten fallen Lüfter und Akkulaufzeit auf. Moderne Schädlinge drosseln sich allerdings, sobald jemand am Gerät arbeitet, und entziehen sich damit genau dieser Beobachtung.
Was Cryptojacking kostet
Mehr als es einbringt, und zwar beim Opfer. Der Ertrag des Angreifers ist gering, der Aufwand beim Betroffenen ist es nicht: Stromkosten, verkürzte Lebensdauer der Hardware, langsamere Dienste und in der Cloud eine Rechnung, die in wenigen Tagen vierstellig werden kann. Dazu kommt der eigentliche Befund: Wer Schürfcode einspielen konnte, hätte auch alles andere einspielen können.