Cracker ist der Vorschlag der Hackerszene für den kriminellen Teil, außerhalb der Fachwelt kaum gebräuchlich. Gedacht war er als Trennung: Hacker für den Tüftler, Cracker für den, der einbricht.
- Cracker
Der Vorschlag der Hackerszene für den kriminellen Teil, außerhalb der Fachwelt kaum gebräuchlich.
Beispiel: „In der Presse hieß auch der Einbrecher Hacker, der Cracker blieb ein Begriff der Szene.“Auch: Dasselbe Wort steht in der Softwarewelt für das Aushebeln eines Kopierschutzes. Ein gecracktes Programm ist eines, bei dem die Prüfung der Lizenz entfernt wurde.
Abgrenzung zum Black Hat: Beide meinen dieselbe Seite. Black Hat hat sich durchgesetzt, Cracker ist in der Alltagssprache blass geblieben.
Woher das Wort Cracker kommt
Aus der Abwehr eines Missverständnisses. Als die Presse in den 1980er Jahren anfing, jeden Einbruch in ein Rechnersystem als Hack zu bezeichnen, schlug die Szene das Wort Cracker als Gegenbegriff vor; es steht bis heute in ihren eigenen Wörterbüchern. Durchgesetzt hat es sich nie, weil Sprache sich selten per Beschluss ändert, siehe Hacker.
Was Cracken mit Kopierschutz zu tun hat
Es ist die ältere Bedeutung. Seit den 1980er Jahren bezeichnet cracken das Entfernen einer Lizenzprüfung aus einem Programm, oft begleitet von einem Vorspann mit Grußbotschaften. Diese Szene verstand sich als Wettbewerb und hatte mit Einbrüchen in fremde Netze wenig zu tun, was die Begriffsverwirrung zusätzlich erklärt.
Warum der Begriff heute selten gebraucht wird
Weil die Rollen inzwischen feiner benannt werden. Wo früher Hacker oder Cracker stand, steht heute Ransomware-Gruppe, Initial Access Broker, staatliche Gruppe oder schlicht Black Hat. Für einen Text über Sicherheit ist das ein Gewinn, weil die genauere Bezeichnung mehr über das Vorgehen verrät als die Hutfarbe.