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Black Hat

Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 04.11.2026

Ein Black Hat ist jemand, der Sicherheitslücken zum eigenen Vorteil ausnutzt, ohne Auftrag und strafbar. Der Begriff stammt aus derselben Western-Bildsprache wie der White Hat und bezeichnet heute vor allem die kriminelle Seite einer arbeitsteiligen Branche.

Black Hat

Jemand, der Sicherheitslücken zum eigenen Vorteil ausnutzt, ohne Auftrag und strafbar.
Beispiel: „Der Black Hat verkaufte den Zugang weiter, statt ihn selbst zu benutzen.“

Auch: Mit der Konferenz gleichen Namens hat die Rolle nichts zu tun; die ist eine Fachtagung, auf der überwiegend White Hats sprechen.

Abgrenzung zum Skriptkiddie: Das benutzt fremde Werkzeuge ohne Verständnis. Ein Black Hat baut selbst oder kauft gezielt ein.

Welche Motive ein Black Hat hat

Meist Geld, seltener Politik oder Geltung. Verdient wird an Erpressung, am Verkauf von Daten, am Verkauf von Zugängen und an der Vermietung von Werkzeugen. Dass sich damit Geld verdienen lässt, hat die Szene professionalisiert: Es gibt Arbeitsteilung, Unterstützung für Kunden und Verhandlungsführer.

Wie arbeitsteilig die Szene ist

So weit, dass ein Angriff mehrere Firmen durchläuft. Eine Gruppe beschafft Zugänge und verkauft sie weiter, eine zweite vermietet die Erpressungssoftware samt Oberfläche, eine dritte verhandelt das Lösegeld, eine vierte wäscht das Geld. Diese Aufteilung erklärt, warum zwischen dem ersten Zugriff und dem sichtbaren Schaden oft Wochen liegen, siehe Ransomware.

Was das für die Abwehr bedeutet

Dass niemand zu klein ist. Weil Zugänge gehandelt werden, lohnt sich auch ein Zugang, mit dem der Finder selbst nichts anfangen kann. Die Abwehr richtet sich deshalb gegen die Stellen, die in jeder Kette vorkommen: bekannte Lücken schließen, siehe Patch-Management, Rechte klein halten und auffällige Anmeldungen bemerken.

Siehe auch:

Hacker

Jemand, der Technik über ihren vorgesehenen Zweck hinaus benutzt, mit Auftrag oder ohne.

#Web-Security

Ransomware

Schadsoftware, die Daten verschlüsselt und für die Freigabe Geld fordert.

#Web-Security

Malware

Der Oberbegriff für Software, die auf einem Gerät Schaden anrichtet oder es fremd steuert.

#Web-Security

Exploit

Der Code oder Ablauf, mit dem sich eine Sicherheitslücke ausnutzen lässt.

#Web-Security

Zero-Day-Lücke

Eine Sicherheitslücke, für die es noch kein Update gibt, weil der Hersteller sie gerade erst erfährt.

#Web-Security

Social Engineering

Der Oberbegriff für Angriffe, die Menschen zu einer Handlung bewegen, statt Technik zu überwinden.

#Web-Security