Ein Black Hat ist jemand, der Sicherheitslücken zum eigenen Vorteil ausnutzt, ohne Auftrag und strafbar. Der Begriff stammt aus derselben Western-Bildsprache wie der White Hat und bezeichnet heute vor allem die kriminelle Seite einer arbeitsteiligen Branche.
- Black Hat
Jemand, der Sicherheitslücken zum eigenen Vorteil ausnutzt, ohne Auftrag und strafbar.
Beispiel: „Der Black Hat verkaufte den Zugang weiter, statt ihn selbst zu benutzen.“Auch: Mit der Konferenz gleichen Namens hat die Rolle nichts zu tun; die ist eine Fachtagung, auf der überwiegend White Hats sprechen.
Abgrenzung zum Skriptkiddie: Das benutzt fremde Werkzeuge ohne Verständnis. Ein Black Hat baut selbst oder kauft gezielt ein.
Welche Motive ein Black Hat hat
Meist Geld, seltener Politik oder Geltung. Verdient wird an Erpressung, am Verkauf von Daten, am Verkauf von Zugängen und an der Vermietung von Werkzeugen. Dass sich damit Geld verdienen lässt, hat die Szene professionalisiert: Es gibt Arbeitsteilung, Unterstützung für Kunden und Verhandlungsführer.
Wie arbeitsteilig die Szene ist
So weit, dass ein Angriff mehrere Firmen durchläuft. Eine Gruppe beschafft Zugänge und verkauft sie weiter, eine zweite vermietet die Erpressungssoftware samt Oberfläche, eine dritte verhandelt das Lösegeld, eine vierte wäscht das Geld. Diese Aufteilung erklärt, warum zwischen dem ersten Zugriff und dem sichtbaren Schaden oft Wochen liegen, siehe Ransomware.
Was das für die Abwehr bedeutet
Dass niemand zu klein ist. Weil Zugänge gehandelt werden, lohnt sich auch ein Zugang, mit dem der Finder selbst nichts anfangen kann. Die Abwehr richtet sich deshalb gegen die Stellen, die in jeder Kette vorkommen: bekannte Lücken schließen, siehe Patch-Management, Rechte klein halten und auffällige Anmeldungen bemerken.