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CNAME Record (Canonical Name Record)

Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 03.11.2026

Der CNAME Record (Canonical Name Record) ist der Eintrag, der einen Namen auf einen anderen Namen verweist. Wer ihn abfragt, bekommt den zweiten Namen zurück und fragt dort weiter.

CNAME Record (Canonical Name Record)

Der Eintrag, der einen Namen auf einen anderen Namen verweist.
Beispiel: „Der CNAME Record führte www auf den Namen beim Auslieferungsnetz.“

Wörtlich kanonischer Name, also der eigentliche. Übliche Fälle sind www auf die Domain, Unterdomains auf einen Dienstleister und Nachweise, die ein Anbieter verlangt.

Abgrenzung zum A Record: Dieser nennt eine Adresse. Der CNAME-Eintrag nennt einen Namen und erbt dessen Adresse.

Wie ein CNAME Record geschrieben wird

Zwei erlaubte Fälle, darunter der verbotene an der Wurzel, hier als Kommentar. Genau diese Zeile weist jeder Nameserver zurück.

www    IN  CNAME  example.de.
shop   IN  CNAME  kunde.shopanbieter.de.

; verboten: an der Wurzel darf kein CNAME stehen,
; weil dort schon NS- und SOA-Einträge liegen
; @    IN  CNAME  cdn.anbieter.net.

Wofür ein CNAME Record gebraucht wird

Für alles, was woanders betrieben wird. Ein Shop auf einer eigenen Unterdomain, eine Statusseite bei einem Dienst, ein Auslieferungsnetz vor der Website: In allen Fällen ändert sich die Adresse dort, und der Verweis auf den Namen bleibt.

Genau das ist der Gewinn: Wer auf einen Namen zeigt, muss bei einem Adresswechsel des Dienstleisters nichts tun.

Warum ein CNAME Record an der Wurzel nicht geht

Weil die Regel keine Geschwister erlaubt. Ein Name mit CNAME-Eintrag darf keine weiteren Einträge haben, und an der Wurzel einer Domain stehen zwingend NS- und SOA-Einträge.

Für diesen Fall gibt es die Umgehung, die Anbieter unter eigenen Namen führen, siehe ALIAS / ANAME Record.

Was ein CNAME Record kostet

Eine zusätzliche Abfrage. Der Resolver muss den zweiten Namen ebenfalls auflösen, und bei einer Kette aus mehreren Verweisen summiert sich das; mehr als zwei Stufen gelten als schlechte Praxis.

Dazu kommt die Abhängigkeit: Fällt der Name aus, auf den verwiesen wird, fällt der eigene mit. Wer eine Unterdomain so führt, prüft deren Erreichbarkeit mit.

Siehe auch:

A-Record

Der DNS-Eintrag, der einer Domain eine IPv4-Adresse zuordnet.

#DNS & Nameserver

ALIAS / ANAME Record

Ein Eintrag, der sich wie ein CNAME verhält und auch an der Wurzel einer Domain erlaubt ist.

#DNS & Nameserver

DNS (Domain Name System)

Das Verzeichnis des Internets, das Namen in Adressen übersetzt.

#DNS & Nameserver

CDN (Content Delivery Network)

Ein Netz verteilter Server, das Dateien einer Website vom nächstgelegenen Standort ausliefert.

#Hosting & Webserver

Zone File

Die Datei, in der alle DNS-Einträge einer Domain stehen.

#DNS & Nameserver

SSL-Zertifikat

Eine beglaubigte Datei, mit der ein Server nachweist, dass er zu einer Domain gehört.

#Hosting & Webserver