Anonymisierung ist das Verändern von Daten, bis sich kein Bezug zu einer Person mehr herstellen lässt, auch nicht mit zusätzlichem Wissen.
- Anonymisierung
Das Verändern von Daten, bis sich kein Bezug zu einer Person mehr herstellen lässt.
Beispiel: „Nach der Anonymisierung lässt sich aus der Auswertung niemand mehr herauslesen.“Auch: Gängige Verfahren sind das Weglassen von Feldern, das Vergröbern von Werten und das Zusammenfassen zu Gruppen.
Abgrenzung zur Pseudonymisierung: Dort gibt es einen Schlüssel zurück, hier nicht.
Warum Weglassen allein nicht genügt
Weil die Verbindung mehrerer Merkmale eine Person ebenso eindeutig macht wie ein Name. Die bekannten Untersuchungen dazu zeigen seit Jahrzehnten dasselbe: Aus wenigen scheinbar harmlosen Feldern lässt sich ein großer Teil einer Bevölkerung eindeutig bestimmen. Wer nur den Namen streicht, hat deshalb pseudonymisiert und nicht anonymisiert.
Welche Verfahren der Anonymisierung wirklich helfen
Vergröbern und Zusammenfassen. Aus dem Geburtsdatum wird das Jahrzehnt, aus der Adresse die Region, aus dem genauen Betrag eine Spanne; und es wird eine Mindestgröße für jede Gruppe festgelegt, unter der nicht ausgewertet wird. Erst wenn jeder veröffentlichte Wert für mehrere Personen gleichermaßen gilt, ist der Bezug wirklich weg.
Welche Folge echte Anonymität hat
Die Daten fallen aus dem Datenschutzrecht heraus. Für wirklich anonyme Daten gelten weder Löschpflichten noch Auskunftsrechte, und sie dürfen beliebig weiterverwendet werden. Genau das ist der Anreiz, und genau deshalb sollte die Entscheidung, etwas als anonym zu bezeichnen, dokumentiert und begründet sein. Im Zweifel ist der Bezug noch da.