Zum Inhalt springen

Zoom (Browser)

oder auch Browser-Zoom

Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 17.10.2026

Der Zoom im Browser ist die Vergrößerung einer Seite, bei der der Inhalt neu umbricht. Er ist das am häufigsten genutzte Hilfsmittel überhaupt, und die meisten, die ihn nutzen, halten sich für niemanden mit einer Behinderung.

Zoom (Browser)

Die Vergrößerung einer Seite durch den Browser, bei der der Inhalt neu umbricht.
Beispiel: „Mit dem Zoom im Browser lässt sich eine Seite auf 400 Prozent vergrößern.“

Auch: Browser-Zoom, Seitenzoom. Bedient wird er mit Strg und Plus oder Minus, am Mac mit der Befehlstaste, und auf dem Telefon mit zwei Fingern.

Abgrenzung zur Bildschirmvergrößerung: Die vergrößert das fertige Bild des Bildschirms, wobei nichts umbricht und der Ausschnitt wandert. Der Zoom vergrößert die Seite selbst, die daraufhin neu gesetzt wird.

Abgrenzung zum Zoom in der Videokonferenz: Gleicher Name, anderes Thema. Gemeint ist hier allein die Vergrößerungsfunktion des Browsers.

Was die WCAG dazu verlangt

Zwei Kriterien. 1.4.4 „Resize Text“ verlangt auf Stufe AA, dass sich Text ohne Hilfsmittel auf 200 Prozent vergrößern lässt, ohne dass Inhalt oder Funktion verloren gehen. 1.4.10 geht weiter und verlangt den Umbruch bei einer Breite von 320 CSS-Pixeln, was 400 Prozent Zoom in einem Fenster von 1280 Pixeln entspricht.

Geprüft wird beides am Rechner und in einem Durchgang: Fenster auf 1280 Pixel, Zoom hoch, durch die Seite scrollen. Was dabei abgeschnitten wird, seitlich wegläuft oder sich überlagert, ist der Befund.

Warum das Sperren ein Fehler ist

Lange Zeit war es üblich, den Zoom auf dem Telefon über die Viewport-Angabe zu unterbinden, damit das Layout nicht verrutscht. Das nimmt jedem die Vergrößerung, der sie braucht, und löst ein Problem, das ein ordentliches Layout nicht hat.

<!-- sperrt die Vergrößerung: so nicht -->
<meta name="viewport" content="width=device-width, maximum-scale=1, user-scalable=no">

<!-- lässt sie zu -->
<meta name="viewport" content="width=device-width, initial-scale=1">

Woran es sonst scheitert

An festen Höhen, die den vergrößerten Text abschneiden, an Text in Bildern, der beim Zoomen unscharf wird, und an Leisten, die bei starker Vergrößerung den halben Bildschirm einnehmen.

Aus unserer Arbeit an über 2.500 Website-Projekten ist der Zoom der beste erste Test überhaupt. Er dauert zwei Minuten, braucht kein Werkzeug und findet mehr als jede automatische Prüfung.

Siehe auch:

Reflow (Umbruch bei 400 % Zoom)

Die Anforderung, dass Inhalt bei 320 CSS-Pixeln Breite ohne Scrollen in zwei Richtungen lesbar bleibt.

#Barrierefreiheit (Accessibility) #Responsive Design

Bildschirmvergrößerung

Hilfsmittel, das einen Ausschnitt des Bildschirms stark vergrößert darstellt.

#Barrierefreiheit (Accessibility) #Responsive Design

Zoom-Verhalten auf Mobilgeräten

Frage, ob sich eine Seite auf dem Telefon mit zwei Fingern vergrößern lässt, und wie das Meta-Viewport-Tag darüber entscheidet.

#Responsive Design #Barrierefreiheit (Accessibility)

Viewport Meta Tag

Meta-Angabe, die festlegt, wie breit eine Seite auf mobilen Geräten dargestellt wird.

#Website-Struktur

Visuelle Behinderungen

Einschränkungen des Sehens, von der Sehschwäche bis zur Blindheit.

#Barrierefreiheit (Accessibility)