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Yield (Chip-Fertigung)

oder auch Ausbeute (Chip-Fertigung)

Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 02.11.2026

Der Yield ist der Anteil der Chips auf einem Wafer, die am Ende funktionieren. Er bestimmt, was ein einzelner Chip wirklich kostet, und ist bei den großen Beschleunigern für KI-Modelle der empfindlichste Posten der Fertigung.

Yield

Der Anteil der Chips auf einem Wafer, die am Ende funktionieren.
Beispiel: „Der Yield einer neuen Fertigungsstufe steigt über Monate, während die Fehlerquellen nacheinander gefunden werden.“

Auf Deutsch Ausbeute. Das englische yield heißt Ertrag und kommt aus der Verfahrenstechnik, wo es allgemein meint, wie viel brauchbares Erzeugnis aus einem Einsatz entsteht.

Abgrenzung zur Fehlerdichte: Die Fehlerdichte zählt Fehlstellen je Fläche. Der Yield ist, was nach dem Zuschnitt in Chips davon übrig bleibt.

Warum der Yield den Preis eines Chips bestimmt

Weil ein Werk je Scheibe abrechnet und nicht je brauchbarem Chip. Die Kosten eines Durchgangs stehen fest, bevor feststeht, wie viel davon verwendbar herauskommt.

Bei einem halbierten Yield verdoppelt sich deshalb der Preis je Chip, ohne dass sich an der Fertigung etwas geändert hätte. Das ist der Grund, warum eine neue Fertigungsstufe anfangs teuer ist und mit der Zeit billiger wird.

Warum große Chips beim Yield härter getroffen werden

Weil die Fehlstellen über die Scheibe verteilt sind und ein großer Chip mehr Fläche abdeckt. Je mehr Fläche ein einzelnes Stück belegt, desto wahrscheinlicher erwischt es eine davon.

Die übliche Antwort darauf ist, einen großen Chip in mehrere kleinere zu zerlegen und sie nebeneinander auf einen Träger zu setzen. Ein Fehler kostet dann nur das betroffene Stück und nicht das Ganze.

Wie sich der Yield steigern lässt

Durch Messen. Anlagen zur Prozesskontrolle, wie sie KLA baut, suchen zwischen den Fertigungsschritten nach Abweichungen, damit die verursachende Anlage nachgestellt werden kann.

Und durch Zeit. Jede Fertigungsstufe beginnt mit einem niedrigen Yield, und er steigt in dem Maß, in dem die Ursachen einzeln gefunden und abgestellt werden.

Deshalb ist der Yield eine der wenigen Zahlen, die ein Werk für sich behält. Er sagt genauer als jede andere Angabe, wie weit eine Fertigungsstufe wirklich ist.

Siehe auch:

Wafer

Die runde Siliziumscheibe, auf der Chips gefertigt werden, auch die für KI-Beschleuniger.

#Künstliche Intelligenz (KI)

KLA

Der Anbieter der Anlagen, mit denen Chips während der Fertigung geprüft werden.

#Künstliche Intelligenz (KI)

HBM (High Bandwidth Memory)

Gestapelter Arbeitsspeicher, der unmittelbar neben einem KI-Beschleuniger sitzt.

#Künstliche Intelligenz (KI)

TSMC

Das taiwanische Auftragswerk, in dem die meisten modernen Chips gefertigt werden.

#Künstliche Intelligenz (KI)

Taalas

Ein Chipunternehmen aus Toronto, das KI-Modelle fest in Silizium ätzt.

#Künstliche Intelligenz (KI)

Inferenzkosten

Die laufenden Kosten für die Beantwortung von Anfragen durch ein KI-Modell, abgerechnet je Token.

#Künstliche Intelligenz (KI)