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Strukturierte Ausgabe (KI)

oder auch JSON Mode, Structured Output

Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 18.10.2026

Strukturierte Ausgabe heißt, dass ein Sprachmodell seine Antwort in einem festen Datenformat liefert und nicht als Fließtext. Üblich ist JSON mit vorgegebenen Feldern, damit eine Anwendung die Antwort direkt weiterverarbeiten kann, ohne sie erst aus Prosa herauszulesen.

Strukturierte Ausgabe (KI)

Eine Antwort des Sprachmodells in einem festen Datenformat statt in Prosa.
Beispiel: „Die strukturierte Ausgabe liefert je Beleg vier Felder, und das Formular füllt sich daraus von selbst.“

Wie sie erzwungen wird: über ein Schema, das die erlaubten Felder und Typen beschreibt. Bei Claude läuft das über den Werkzeugmechanismus, siehe Function Calling; das Feld input_schema nimmt ein JSON Schema auf, und die Antwort hält sich daran.

Andere Namen für dieselbe Sache: JSON Mode, Structured Output, Structured Generation. Gemeint ist überall die Bindung der Ausgabe an ein Schema.

Warum das mehr ist als eine Formatfrage

Prosa muss ausgelesen werden, und jedes Auslesen ist eine Fehlerquelle. Wenn das Modell einmal „rund 1.200 Euro“ statt „1200“ schreibt, bricht die Weiterverarbeitung. Mit einem Schema entsteht dieses Problem nicht, weil der Typ des Feldes feststeht. Für alles, was aus einem Modell in eine Datenbank, ein Formular oder eine Schnittstelle wandert, ist die strukturierte Ausgabe deshalb der Normalfall.

Was das Schema nicht leistet

Es sichert die Form und nicht den Inhalt. Ein Feld rechnungsnummer enthält nach dem Schema eine Zeichenkette, und ob die Nummer stimmt, steht damit nicht fest. Erfundene Angaben kommen in gültigem JSON genauso vor wie in Prosa, siehe Halluzination. Die Prüfung der Werte bleibt also Aufgabe der Anwendung, und zwar genau dort, wo Zahlen und Namen Folgen haben.

Was in der Praxis hilft

Wenige Felder mit sprechenden Namen, weil das Modell aus dem Namen erschließt, was gemeint ist. Für Werte mit festem Vorrat eine Aufzählung im Schema, statt auf freien Text zu hoffen. Und ein Feld, in das das Modell eintragen kann, dass es etwas nicht gefunden hat; ohne dieses Feld füllt es die Lücke lieber mit etwas Plausiblem.

Siehe auch:

Function Calling

Das Verfahren, mit dem ein Sprachmodell einen Programmaufruf anfordert, den die Anwendung dann ausführt.

#Künstliche Intelligenz (KI)

Prompt

Die Eingabe, mit der ein Sprachmodell beauftragt wird.

#Künstliche Intelligenz (KI)

Halluzination (KI)

Eine erfundene Angabe, die ein Modell im Ton einer gesicherten Auskunft ausgibt.

#Künstliche Intelligenz (KI)

Token-Streaming

Die Antwort eines Sprachmodells Stück für Stück ausliefern, während sie entsteht.

#Künstliche Intelligenz (KI)

System-Prompt

Die Anweisung, die vor dem Gespräch gesetzt wird und für jede Antwort darin gilt.

#Künstliche Intelligenz (KI)

Token (KI)

Die kleinste Einheit, in die ein Sprachmodell Text zerlegt, meist ein Wortteil.

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