Übersetzungsmanagement bezeichnet den Arbeitsablauf, mit dem Übersetzungen beauftragt, eingepflegt und aktuell gehalten werden. Es setzt auf der Mehrsprachigkeit des Systems auf, die nur die technische Struktur dafür bereitstellt.
- Übersetzungsmanagement
Der Arbeitsablauf, mit dem Übersetzungen beauftragt, eingepflegt und aktuell gehalten werden.
Beispiel: „Das Übersetzungsmanagement meldet, sobald eine deutsche Seite nach ihrer Übersetzung geändert wurde.“Auch: Translation Management.
Abgrenzung zur Mehrsprachigkeit: Die ist die Struktur, dies der Ablauf darin.
Welche Wege es gibt
Drei, mit steigendem Aufwand. Im einfachsten Fall pflegt jemand die zweite Sprache von Hand im System. Im zweiten exportiert das System die zu übersetzenden Texte, ein Büro liefert sie zurück, der Import setzt sie ein. Im dritten hängt das CMS über eine Schnittstelle an einem Übersetzungsdienst.
Der zweite Weg ist für die meisten Websites der passende. Der dritte lohnt erst, wenn laufend übersetzt wird; dann spart er das Hin und Her mit Dateien und hält die Zuordnung der Textstücke sauber.
Woran das Übersetzungsmanagement hakt
An der Aktualität. Eine Änderung am Ausgangstext macht die Übersetzung stillschweigend falsch, und kein System merkt das von allein. Was hilft, ist ein Vermerk am übersetzten Inhalt, der auf eine neuere Fassung des Originals hinweist.
Technisch lässt sich das über die Versionierung lösen: Das System merkt sich, welcher Stand übersetzt wurde, und vergleicht ihn mit dem aktuellen. Wo das fehlt, hilft nur eine Liste und ein fester Termin, an dem sie durchgegangen wird.
Was maschinelle Übersetzung ändert
Die Kosten pro Seite, nicht den Ablauf. Eine maschinell erzeugte Fassung ist in Sekunden da und braucht trotzdem eine Durchsicht durch jemanden, der die Sprache spricht, besonders bei Fachbegriffen und bei allem, was rechtlich bindet.
Was sich lohnt, ist die Reihenfolge: zuerst die Seiten übersetzen, an denen Geschäft hängt, dann Belege und Referenzen, zuletzt das Journal. Wer alles auf einmal übersetzt, bekommt einen zweiten Bestand, den niemand pflegt.