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Übersetzungsmanagement

oder auch Translation Management

Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 28.10.2026

Übersetzungsmanagement bezeichnet den Arbeitsablauf, mit dem Übersetzungen beauftragt, eingepflegt und aktuell gehalten werden. Es setzt auf der Mehrsprachigkeit des Systems auf, die nur die technische Struktur dafür bereitstellt.

Übersetzungsmanagement

Der Arbeitsablauf, mit dem Übersetzungen beauftragt, eingepflegt und aktuell gehalten werden.
Beispiel: „Das Übersetzungsmanagement meldet, sobald eine deutsche Seite nach ihrer Übersetzung geändert wurde.“

Auch: Translation Management.

Abgrenzung zur Mehrsprachigkeit: Die ist die Struktur, dies der Ablauf darin.

Welche Wege es gibt

Drei, mit steigendem Aufwand. Im einfachsten Fall pflegt jemand die zweite Sprache von Hand im System. Im zweiten exportiert das System die zu übersetzenden Texte, ein Büro liefert sie zurück, der Import setzt sie ein. Im dritten hängt das CMS über eine Schnittstelle an einem Übersetzungsdienst.

Der zweite Weg ist für die meisten Websites der passende. Der dritte lohnt erst, wenn laufend übersetzt wird; dann spart er das Hin und Her mit Dateien und hält die Zuordnung der Textstücke sauber.

Woran das Übersetzungsmanagement hakt

An der Aktualität. Eine Änderung am Ausgangstext macht die Übersetzung stillschweigend falsch, und kein System merkt das von allein. Was hilft, ist ein Vermerk am übersetzten Inhalt, der auf eine neuere Fassung des Originals hinweist.

Technisch lässt sich das über die Versionierung lösen: Das System merkt sich, welcher Stand übersetzt wurde, und vergleicht ihn mit dem aktuellen. Wo das fehlt, hilft nur eine Liste und ein fester Termin, an dem sie durchgegangen wird.

Was maschinelle Übersetzung ändert

Die Kosten pro Seite, nicht den Ablauf. Eine maschinell erzeugte Fassung ist in Sekunden da und braucht trotzdem eine Durchsicht durch jemanden, der die Sprache spricht, besonders bei Fachbegriffen und bei allem, was rechtlich bindet.

Was sich lohnt, ist die Reihenfolge: zuerst die Seiten übersetzen, an denen Geschäft hängt, dann Belege und Referenzen, zuletzt das Journal. Wer alles auf einmal übersetzt, bekommt einen zweiten Bestand, den niemand pflegt.

Siehe auch:

Mehrsprachigkeit (Sprachversionen)

Die Fähigkeit eines CMS, dieselben Inhalte in mehreren Sprachen zu führen.

#Content-Management-Systeme (CMS)

hreflang

Angabe, die Suchmaschinen sagt, welche Sprachfassung einer Seite für welches Publikum gilt.

#Website-Struktur

Redaktions-Workflow (Freigabeprozess)

Der festgelegte Weg eines Inhalts von der Idee bis zur Veröffentlichung.

#Content-Management-Systeme (CMS)

CMS

Ein System, mit dem Inhalte einer Website gepflegt werden, ohne den Quelltext anzufassen.

#Content-Management-Systeme (CMS)

Content-API

Eine Schnittstelle, über die andere Anwendungen die Inhalte eines CMS abrufen.

#Content-Management-Systeme (CMS)

Versionierung von Inhalten

Das Mitführen früherer Stände eines Inhalts, aus denen sich einer zurückholen lässt.

#Content-Management-Systeme (CMS)