Die Versionierung von Inhalten führt frühere Stände eines Inhalts mit, sodass sich einer davon zurückholen lässt. Bei jedem Speichern entsteht eine Fassung mit Zeitpunkt und Urheber; die vorherige bleibt erhalten.
- Versionierung von Inhalten
Das Mitführen früherer Stände eines Inhalts, aus denen sich einer zurückholen lässt.
Beispiel: „Dank der Versionierung war der gelöschte Absatz in zwei Minuten zurück.“Auch: Content Versioning, Inhaltsversionierung.
Abgrenzung zum Papierkorb: Der hält gelöschte Inhalte ganz, die Versionierung einzelne Stände eines vorhandenen.
Was die Versionierung von Inhalten im Alltag leistet
Sie nimmt der Redaktion die Angst vor dem Speichern. Wer weiß, dass jede Fassung erhalten bleibt, ändert Texte beherzter, und niemand legt Sicherungskopien als Word-Datei auf dem eigenen Rechner an.
Der zweite Nutzen ist die Nachvollziehbarkeit. Wer hat wann was geändert, ist bei strittigen Angaben eine nützliche Frage, etwa bei Preisen, Fristen oder rechtlichen Hinweisen.
Wo ihre Grenze liegt
Bei allem, was nicht am einzelnen Inhalt hängt. Eine gelöschte Seite, eine geänderte Struktur im Seitenbaum oder eine versehentlich entfernte Erweiterung lassen sich damit nicht zurückholen.
Deshalb ersetzt sie kein Backup. Eine Versionierung hilft gegen Fehler in einem Inhalt, ein Backup gegen den Verlust der Installation. Wer nur eines von beiden hat, hat eine Lücke, die erst im Ernstfall sichtbar wird.
Wie viel aufgehoben wird
Das ist eine Einstellung und gehört bewusst gesetzt. Unbegrenzt mitgeführte Fassungen lassen die Datenbank wachsen, besonders bei Inhalten, die häufig gespeichert werden. Eine Begrenzung auf die letzten zwanzig Fassungen oder auf ein Jahr trifft die meisten Bedürfnisse.
Bei einem Flat-File-CMS stellt sich die Frage anders: Dort liegt die Historie in der Versionsverwaltung des Projekts und wird mit denselben Werkzeugen durchsucht wie der Quelltext.