Der TXT Record (Text Record) ist der Eintrag für freien Text, über den Nachweise und Regeln im DNS hinterlegt werden. Ursprünglich für Notizen gedacht, trägt er heute die halbe Mailabsicherung.
- TXT Record (Text Record)
Der Eintrag für freien Text, über den Nachweise und Regeln im DNS hinterlegt werden.
Beispiel: „Für die Einrichtung verlangte der Dienst einen TXT Record mit einer zufälligen Zeichenfolge.“Eine einzelne Zeichenkette darf 255 Zeichen lang sein; längere Werte werden in mehrere Stücke geteilt, die der Lesende wieder zusammensetzt.
Abgrenzung zu den Eintragsarten mit fester Bedeutung: Diese sind im Standard beschrieben. Beim TXT-Eintrag ergibt sich die Bedeutung aus dem Inhalt.
Wie TXT Records im Alltag aussehen
Vier Zeilen mit vier Zwecken: die Regel für Absender, die Regel für durchgefallene E-Mails, der Schlüssel für die Unterschrift und ein Nachweis, dass die Domain jemandem gehört.
@ IN TXT "v=spf1 include:_spf.anbieter.de -all"
_dmarc IN TXT "v=DMARC1; p=quarantine; rua=mailto:dmarc@example.de"
sel1._domainkey IN TXT "v=DKIM1; k=rsa; p=MIIBIjANBgkqh..."
@ IN TXT "google-site-verification=aBcD1234"Wofür ein TXT Record heute benutzt wird
Für drei Dinge: die Absicherung von E-Mail über SPF, DKIM und DMARC, den Nachweis, dass eine Domain jemandem gehört, und die Konfiguration einzelner Dienste.
Der Nachweis ist der häufigste Fall im Alltag: Ein Dienst nennt eine Zeichenfolge, die in die Zone kommt, und prüft danach, ob sie dort steht, siehe SPF.
Wo die Grenzen des TXT Record liegen
Bei der Menge. Jede zusätzliche Zeile vergrößert die Antwort, und ab einer gewissen Größe fällt die Abfrage auf eine langsamere Übertragungsart zurück; alte Nachweise gehören deshalb entfernt.
Dazu kommt die Eindeutigkeit: Mehrere SPF-Zeilen für denselben Namen sind ein Fehler, den die prüfenden Server mit einer Ablehnung quittieren.
Was ein TXT Record über eine Domain verrät
Welche Dienste im Einsatz sind. Wer die Zone einer Firma abfragt, liest an den Nachweisen ab, welchen Mailanbieter, welches Analysewerkzeug und welche Plattformen sie benutzt.
Das ist kein Geheimnis und selten ein Risiko, gehört aber zum Bild: Die Zone einer Domain ist öffentlich, und alles darin ist lesbar.