Ein Slash Command ist eine mit einem Schrägstrich eingegebene Kurzform, die in einem Programm eine Funktion aufruft statt Text zu senden. Gebräuchlich ist das in Chatprogrammen und in Redaktionswerkzeugen; in KI-Anwendungen ruft derselbe Schrägstrich eine abgelegte Anweisung an das Modell auf.
- Slash Command (Slash-Befehl)
Eine mit einem Schrägstrich eingegebene Kurzform, die in einem Programm eine Funktion aufruft statt Text zu senden.
Beispiel: „Der Slash Command für die Codeprüfung ersetzte einen Prompt von vierzig Zeilen.“In Chatprogrammen: eine Anweisung an das Programm, die nicht als Nachricht im Verlauf landet. Bekannte Beispiele sind das Betreten eines Kanals, das Ändern des eigenen Namens und das Setzen einer Erinnerung.
In Redaktions- und Gestaltungswerkzeugen: ein Menü zum Einfügen. Der Schrägstrich mitten im Text öffnet die Auswahl der Bausteine, siehe Content-Block.
In KI-Anwendungen: der Abruf einer hinterlegten Anweisung. Statt denselben Prompt erneut zu formulieren, tippt man ein Wort, und die abgelegte Fassung geht an das Modell.
Woher die Schreibweise kommt
Aus den Chatprogrammen der 1980er Jahre. In einem Eingabefeld, das jede Zeile als Nachricht versendet, braucht es ein Zeichen, das eine Anweisung davon abgrenzt, und dafür hat sich der Schrägstrich durchgesetzt. Die späteren Programme haben die Schreibweise übernommen, weil sie eingeführt war; in den heute verbreiteten Teamchats funktioniert sie unverändert.
Was er in Redaktionswerkzeugen macht
Er öffnet ein Einfügemenü. Wer in einem blockorientierten Editor mitten im Text einen Schrägstrich tippt, bekommt eine Liste der verfügbaren Bausteine: Überschrift, Bild, Tabelle, Trenner. Diese Bedienung ist inzwischen so verbreitet, dass Redakteure sie in jedem Editor erwarten, und das ist bei der Auswahl eines Redaktionssystems ein eigener Punkt.
Was er in KI-Anwendungen macht
Er ruft eine abgelegte Anweisung auf. Die Anweisung liegt als Datei im Projekt oder in den Einstellungen des Werkzeugs und lässt sich damit im Team teilen und mit dem Code versionieren. Das ist der Unterschied zu einer Vorlage im Textbaustein-Programm: Sie wandert mit dem Projekt mit, siehe Prompt-Bibliothek.
Wofür sich das lohnt
Für jede Anweisung, die man zum dritten Mal tippt. Eine Codeprüfung nach Hausregeln, eine Blogtext-Vorlage, eine Abnahmeliste vor dem Ausliefern: Solche Anweisungen sind lang, und ihre Qualität hängt daran, dass nichts fehlt. Als abgelegter Befehl laufen sie jedes Mal gleich, und eine Verbesserung wirkt für alle im Team.
Was den Unterschied zum Werkzeug ausmacht
Ein Befehl ist Text, ein Werkzeug ist Programmcode. Der Befehl schickt eine Anweisung an das Modell und ändert selbst nichts; ein Aufruf über Function Calling führt etwas aus. Deshalb ist ein Befehl ungefährlich und ein Werkzeug freigabepflichtig.
Wo die Grenze liegt
Bei der Zahl. Zwanzig Befehle kennt niemand mehr, und einer, der nur selten passt, wird zum Ballast. Bei uns bleiben die bestehen, die wöchentlich laufen; alles andere steht als Vorlage in der Projektablage und wird von dort geholt, wenn es gebraucht wird.
Wie ein Befehl im Team entsteht
Beim dritten Mal. Wenn eine Anweisung dreimal von Hand getippt wurde, wird sie als Datei abgelegt und bekommt einen Namen. Wichtig ist, dass sie im Projekt liegt und nicht in persönlichen Einstellungen, denn sonst hat jeder im Team eine eigene Fassung, und die Ergebnisse weichen voneinander ab, ohne dass jemand weiß warum.
Für die beiden anderen Umfelder entfällt diese Arbeit: Dort bringt das Programm seine Befehle mit, und erweitern lassen sie sich höchstens über eine eigene Anwendung.