Der Seed ist die Startzahl, aus der das Zufallsrauschen einer KI-Bilderzeugung entsteht. Ein Diffusion Model baut das Bild aus diesem Rauschen heraus; bei gleichem Seed und gleichem Prompt entsteht deshalb dasselbe Bild.
- Seed (Bildgenerierung)
Die Startzahl, aus der das Zufallsrauschen einer KI-Bilderzeugung entsteht.
Beispiel: „Mit demselben Seed und einem geänderten Wort im Prompt blieb die Bildkomposition erhalten.“Ohne Angabe wählt das Werkzeug eine zufällige Zahl, und jeder Durchlauf liefert etwas anderes. Wer den Seed festhält, macht die Erzeugung wiederholbar.
Die Wiederholbarkeit gilt nur bei gleichem Werkzeug und gleichem Modellstand. Nach einer Aktualisierung des Modells liefert derselbe Seed ein anderes Bild.
Wofür er im Alltag gut ist
Für das gezielte Nachbessern. Wer ein Bild fast richtig hat, hält den Seed fest und ändert ein einzelnes Wort im Prompt; die Komposition bleibt dann weitgehend erhalten, und nur das Geänderte verschiebt sich. Ohne festen Seed ändert sich mit jedem Versuch alles, und man sucht das verlorene Bild wieder.
Wofür er beim Vergleichen gut ist
Für den ehrlichen Test zweier Prompts. Zwei Beschreibungen lassen sich nur dann sinnvoll vergleichen, wenn beide vom selben Rauschen ausgehen. Mit unterschiedlichen Seeds vergleicht man Zufall, und die Entscheidung fällt auf das hübschere Rauschen statt auf die bessere Beschreibung.
Was der Seed nicht leistet
Er bewahrt keine Personen und keine Gegenstände über Prompts hinweg. Ein festgehaltener Seed hält die Anordnung grob stabil, nicht aber ein bestimmtes Gesicht; dafür braucht es andere Mittel, siehe Character Consistency. Für die eigene Arbeit lohnt es, den Seed zusammen mit dem Prompt abzulegen, weil er sonst beim nächsten Mal fehlt.
Woher man den Seed bekommt
Aus der Ausgabe des Werkzeugs. Die meisten zeigen ihn nach der Erzeugung neben dem Bild oder in den Angaben zur Datei, manche erst auf Nachfrage, und einige Dienste geben ihn gar nicht heraus. Bei diesen letzten ist eine gezielte Nachbesserung nicht möglich, und das ist bei der Werkzeugwahl ein eigenes Kriterium.