Contentful ist ein gemieteter Inhaltsdienst aus Berlin, der Inhalte ausschließlich über eine Schnittstelle bereitstellt. Eine eigene Ausgabeschicht gibt es nicht; die Darstellung übernimmt eine getrennte Anwendung.
- Contentful
Ein gemieteter Inhaltsdienst, der Inhalte ausschließlich über eine Schnittstelle liefert.
Beispiel: „Die Produktseiten holen ihre Texte aus Contentful.“Eines der ersten Systeme, die Headless als eigenes Produktfeld etabliert haben.
Hersteller: contentful.com.
Wofür Contentful steht
Für Inhalte als gemeinsame Quelle mehrerer Anwendungen. Produktdaten, die zugleich in Website, App und Partnerportal erscheinen, liegen an einer Stelle und werden überall abgerufen.
Dazu ein ausgereiftes Rechte- und Freigabewesen, das auf größere Organisationen zugeschnitten ist, mit getrennten Umgebungen für Entwurf und Veröffentlichung.
Für wen es taugt
Für Unternehmen mit mehreren Ausgabekanälen und einer Entwicklung, die diese Kanäle baut. Ohne beides zahlt man für eine Trennung, die keinen Nutzen bringt.
Zu bedenken ist die Abrechnung nach Umfang: Zahl der Inhaltstypen, Abrufe und Benutzer bestimmen die Kosten, und sie wachsen mit dem Erfolg des Projekts.
Was bei der Modellierung zu bedenken ist
Dass die Struktur früh festgelegt wird und später schwer zu ändern ist. Ein Inhaltstyp, der in mehreren Anwendungen verwendet wird, lässt sich nicht umbauen, ohne dass alle davon betroffen sind.
Deshalb lohnt es sich, vor dem ersten Inhalt zu klären, welche Felder wirklich getrennt gehören und welche zusammen. Nachträgliche Teilungen sind der häufigste Grund für Migrationsarbeit innerhalb desselben Systems. Hilfreich ist, das Modell einmal gegen die drei Fragen zu prüfen: Was wird einzeln gepflegt, was wird einzeln ausgespielt, was wird einzeln übersetzt.