S/MIME ist das Verfahren, mit dem einzelne E-Mails unterschrieben und verschlüsselt werden. Geschützt ist dabei die Nachricht selbst, vom Absender bis zum Postfach des Empfängers.
- S/MIME
Das Verfahren, mit dem einzelne E-Mails unterschrieben und verschlüsselt werden.
Beispiel: „Die Kanzlei verschickte Entwürfe mit S/MIME, damit unterwegs niemand mitlesen konnte.“Die Abkürzung steht für Secure/Multipurpose Internet Mail Extensions. Jeder Teilnehmer braucht ein persönliches Zertifikat; der öffentliche Teil geht mit jeder unterschriebenen Nachricht mit.
Abgrenzung zur Transportverschlüsselung: Diese schützt die Strecke zwischen zwei Servern. S/MIME schützt den Inhalt, auch wenn er auf einem Server liegt, siehe TLS.
Was S/MIME von DKIM unterscheidet
Den Zweck. DKIM beweist, dass eine Nachricht aus einer Domain stammt und unterwegs nicht verändert wurde; S/MIME beweist, dass eine bestimmte Person sie geschrieben hat, und kann sie zusätzlich verschlüsseln.
Beides lässt sich kombinieren und widerspricht sich nicht, siehe DKIM.
Was S/MIME im Alltag bedeutet
Verwaltung von Zertifikaten. Jeder Mitarbeiter braucht eines, es läuft nach ein bis drei Jahren ab, und beim Wechsel des Geräts muss es mitwandern; ohne eine Stelle, die das organisiert, schläft das Verfahren ein.
Dazu kommt die Gegenseite: Verschlüsseln lässt sich nur an Empfänger, deren öffentlicher Teil vorliegt, und das setzt einen ersten unterschriebenen Austausch voraus.
Was S/MIME mit dem DNS zu tun hat
Den Weg zum Schlüssel. Es gibt einen Eintragstyp, über den der öffentliche Teil im DNS hinterlegt werden kann, damit ein Absender ihn findet, ohne vorher Post bekommen zu haben.
Verbreitet ist das kaum, und es setzt wie DANE unterschriebene Antworten voraus. In der Praxis tauschen die Beteiligten ihre Zertifikate weiter über die erste unterschriebene E-Mail aus.