Der Rotor ist das Einstellrad in VoiceOver, mit dem festgelegt wird, wonach durch eine Seite gesprungen wird: von Überschrift zu Überschrift, von Verweis zu Verweis, von Formularfeld zu Formularfeld.
- Rotor (VoiceOver)
Das Einstellrad in VoiceOver, mit dem festgelegt wird, wonach gesprungen wird.
Beispiel: „Über den Rotor stellt jemand auf Überschriften um und hört dann nur noch die Gliederung.“Auch: VoiceOver-Rotor. Bedient wird er auf dem Telefon durch Drehen von zwei Fingern auf dem Bildschirm, am Mac über Tastenbefehle.
Abgrenzung zu den Elementlisten anderer Screenreader: NVDA und JAWS lösen dieselbe Aufgabe über Listen und Schnellnavigationstasten. Die Funktion ist dieselbe, der Weg dorthin ein anderer.
Wie er bedient wird
Apple beschreibt ihn im Benutzerhandbuch zu VoiceOver als eine der Grundfunktionen, zusammen mit den Tastenbefehlen und den Gesten auf dem Trackpad. Im Rotor lässt sich außerdem einstellen, was er überhaupt anbietet.
Auf dem Telefon ist die Geste der Grund, warum viele den Rotor kennen: zwei Finger auf den Bildschirm legen und drehen wie an einem Knopf. Danach wischt man nach oben oder unten und springt damit durch die gewählte Art von Element.
Warum er von der Seite abhängt
Weil er nur anbietet, was vorhanden ist. Eine Seite ohne echte Überschriften hat im Rotor keine Überschriftenliste, eine Seite ohne Landmarks keine Bereiche, und ein Verweis ohne aussagekräftigen Text steht in der Liste als „Mehr erfahren“ neben vier gleichnamigen.
Damit ist der Rotor zugleich ein Prüfwerkzeug. Wer ihn auf Überschriften stellt und durchgeht, hört die Gliederung einer Seite in dreißig Sekunden und merkt sofort, wenn sie keine hat.
Was das für die Arbeit heißt
Es erklärt, warum erfahrene Nutzer eine Seite anders lesen als gedacht. Sie springen von Überschrift zu Überschrift und steigen dort ein, wo es passt, statt alles von oben nach unten zu hören.
Aus unserer Arbeit an über 2.500 Website-Projekten ist das das beste Argument für saubere Überschriften. Sie sind das Inhaltsverzeichnis, mit dem ein Teil der Besucher arbeitet, und erst danach ein Signal für Suchmaschinen.