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Regex

oder auch Regular Expression, Regulärer Ausdruck

Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 19.10.2026

Regex ist die Kurzform von regulärer Ausdruck und bezeichnet ein Suchmuster für Text: eine knappe Schreibweise dafür, welche Zeichenfolgen gemeint sind.

Regex

Eine Schreibweise, mit der sich Muster in Text beschreiben lassen, um sie zu finden, zu prüfen oder zu ersetzen.
Beispiel: „Eine Regex prüft, ob die Eingabe überhaupt wie eine Postleitzahl aussieht.“

Auch: regulärer Ausdruck, Regular Expression.

Herkunft: Der Begriff stammt aus der theoretischen Informatik der fünfziger Jahre. Die heute verbreitete Schreibweise prägte Perl; viele Umsetzungen heißen deshalb perlkompatibel.

Die Bausteine

Zeichenklassen sagen, welche Zeichen an einer Stelle stehen dürfen. Quantifizierer sagen, wie oft. Anker binden das Muster an Anfang oder Ende. Gruppen fassen Teile zusammen, damit sich ein Quantifizierer darauf bezieht oder der Treffer später weiterverwendet werden kann.

Mehr braucht es für die allermeisten Fälle nicht. Was reguläre Ausdrücke schwer lesbar macht, ist weniger ihre Vielfalt als ihre Knappheit: Jedes Zeichen trägt Bedeutung.

Oben der vollständige reguläre Ausdruck für E-Mail-Adressen, darunter seine Zerlegung in sieben Spalten. In jeder Spalte steht ein Abschnitt des Musters über dem Stück der Adresse anna.mueller@homepage-helden.de, das er trifft. Name, Domain und Endung sind als Gruppe 1 bis 3 gekennzeichnet; die Anker für Anfang und Ende stehen in eigenen Spalten und treffen kein Zeichen
Was in runden Klammern steht, ist eine Gruppe und lässt sich später einzeln weiterverwenden.
const muster = /^([a-z0-9._%+-]+)@([a-z0-9.-]+)\.([a-z]{2,})$/;
const treffer = "anna.mueller@homepage-helden.de".match(muster);

treffer[1];   // "anna.mueller"    Gruppe 1
treffer[2];   // "homepage-helden" Gruppe 2
treffer[3];   // "de"              Gruppe 3

// ohne Treffer liefert match null, das gehört geprüft
if (treffer === null) { /* keine gültige Form */ }

Zum Ausprobieren eignet sich RegExr: Dort lässt sich ein Muster gegen eigenen Text halten, Treffer werden beim Tippen hervorgehoben, die Gruppen einzeln aufgelistet, und eine Erklärfunktion übersetzt den Ausdruck in Worte. Unterstützt werden die Spielarten von JavaScript und PHP.

Wo sie im Alltag vorkommen

In der Suche jedes Code-Editors, in Weiterleitungsregeln des Webservers, in der Prüfung von Formulareingaben und überall dort, wo aus unsauberem Text Struktur gewonnen werden muss.

Für Weiterleitungen bei einem Relaunch sind sie das wichtigste Werkzeug: Eine Regel mit Muster ersetzt hundert einzelne Einträge, wenn sich die Adressen nach einem erkennbaren Schema geändert haben.

Wofür sie nicht taugen

Für verschachtelte Strukturen. HTML mit einer Regex zu zerlegen, ist der Klassiker unter den schlechten Ideen: Ein Dokument kann beliebig tief verschachtelt sein, ein Muster kann das nicht abbilden. Dafür gibt es Parser.

Auch bei E-Mail-Adressen führt zu großer Ehrgeiz in die Irre. Ein Muster, das die Norm vollständig abbildet und etwa nur die tatsächlich vergebenen Domainendungen zulässt, ist seitenlang; in der Praxis prüft man grob auf die Form und verschickt dann eine Bestätigungsmail.

Siehe auch:

String (Zeichenkette)

Text im Programm, den der Rechner als Folge von Zeichen behandelt.

#Programmiersprachen

Perl

Die Skriptsprache, die lange das Werkzeug für Textverarbeitung und frühe Webanwendungen war.

#Programmiersprachen

Code-Editor

Ein Textprogramm, das für Quelltext gemacht ist.

#Programmiersprachen

PHP

Die Programmiersprache, in der die meisten Websites auf dem Server laufen.

#Programmiersprachen