Prompt Weighting bezeichnet Schreibweisen, mit denen einzelne Begriffe eines Bildprompts für das KI-Modell stärker oder schwächer wirken. Damit lässt sich steuern, welche Angabe durchkommt, wenn das Modell nicht alle zugleich umsetzen kann.
- Prompt Weighting (Prompt-Gewichtung)
Einzelne Begriffe eines Bildprompts für das KI-Modell stärker oder schwächer wirken lassen.
Beispiel: „Nach dem Prompt Weighting auf die Lichtstimmung trat die Farbe des Pullovers zurück.“Die Schreibweisen unterscheiden sich je Werkzeug. Verbreitet sind Klammern mit einer Zahl dahinter, doppelte Klammern für mehr Gewicht und ein Doppelpunkt mit Faktor. Welche gilt, steht in der Anleitung des jeweiligen Werkzeugs.
Bei Sprachmodellen gibt es das nicht. Dort wirkt die Reihenfolge und die Wiederholung, und beides ist weniger genau steuerbar.
Wann es hilft
Wenn sich zwei Angaben im Weg stehen. Ein Prompt mit auffälliger Kleidung und ruhiger Gesamtwirkung zieht in zwei Richtungen; die Gewichtung entscheidet, welche gewinnt. Ebenso bei Stilangaben, die ein Werkzeug gern übertreibt: Ein halbiertes Gewicht nimmt den Effekt zurück, ohne ihn zu streichen.
Wann es schadet
Wenn es den Prompt ersetzt. Ein schlecht gebauter Prompt wird durch Gewichte nicht besser, nur unübersichtlicher. Die Reihenfolge der Angaben und das Weglassen überflüssiger Begriffe wirken fast immer stärker als jede Zahl in Klammern. Prompt Weighting ist der letzte Schliff und nicht der erste Hebel.
Was sich daraus für die Ablage ergibt
Dass ein gewichteter Prompt an das Werkzeug gebunden ist. Dieselbe Schreibweise ergibt in einem anderen Werkzeug nichts oder etwas anderes. Wer Prompts ablegt, hält deshalb fest, für welches Werkzeug sie gelten, siehe Prompt-Bibliothek.
Wie man es ausprobiert
Mit einem festen Seed und einer Änderung je Durchlauf. Wer zwei Gewichte gleichzeitig verschiebt, weiß hinterher nicht, welches gewirkt hat, und landet nach zehn Versuchen bei einem Prompt, den niemand mehr erklären kann. Drei Durchläufe mit einem veränderten Wert reichen meistens, um die Richtung zu erkennen.
Zu beachten ist dabei, dass die Werte nicht linear wirken. Zwischen einfachem und doppeltem Gewicht liegt oft ein deutlicher Sprung, zwischen doppeltem und dreifachem kaum noch ein Unterschied, und bei sehr hohen Werten kippt das Bild in eine Übertreibung, die mit der Beschreibung nichts mehr zu tun hat.