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Prompting (KI)

oder auch Prompten

Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 18.10.2026

Prompting ist das Formulieren der Eingabe für ein Sprachmodell. Hinein gehört alles, was das Modell für die Aufgabe braucht: die Anweisung selbst, das Material, auf das sie sich bezieht, die gewünschte Form der Antwort und die Rolle, aus der heraus geantwortet werden soll.

Prompting (KI)

Das Formulieren der Eingabe, mit der ein Sprachmodell zu einer Antwort gebracht wird.
Beispiel: „Beim Prompting entscheidet oft die Reihenfolge: das Material zuerst, die Aufgabe danach.“

Abgrenzung zum Prompt Engineering: Prompting ist die alltägliche Tätigkeit, jeder Chat besteht daraus. Prompt Engineering ist die planmäßige Arbeit daran, mit Fassungen, Vergleichsläufen und Messung.

Abgrenzung zum Prompt: Der Prompt ist der Text. Prompting ist das Verfahren, mit dem er zustande kommt.

Was eine Eingabe besser macht

Vier Dinge wirken verlässlich. Die Aufgabe ausdrücklich benennen, statt sie anzudeuten. Die Form der Antwort vorgeben, also Länge, Gliederung und Format. Ein oder zwei gelöste Beispiele mitgeben. Und erklären, wozu das Ergebnis dient, weil das Modell dann auch die unausgesprochenen Anforderungen trifft.

Anthropic nennt in der Übersicht zum Prompt Engineering denselben Kern: deutlich sein, Beispiele geben, dem Modell Raum zum Denken lassen und die Ausgabeform vorgeben.

Warum die Reihenfolge zählt

Langes Material gehört nach vorn, die Anweisung nach hinten. Bei umfangreichen Dokumenten im Prompt verbessert das die Antwortgüte, weil die Anweisung dann unmittelbar vor der Antwort steht und nicht hinter zwanzig Seiten Text liegt. Für lange Gespräche gilt es abgewandelt: Was wichtig bleiben soll, wird wiederholt, weil die Treffsicherheit mit wachsender Eingabe nachweisbar nachlässt, siehe Context Rot.

Wie man zu einer brauchbaren Eingabe kommt

Selten im ersten Versuch. Der schnellere Weg führt über die Antwort: Was daran falsch war, wird benannt, und diese Benennung wandert in die nächste Fassung des Prompts. Nach drei Runden steht meist eine Eingabe, die auch bei anderen Fällen trägt. Wer sie dann wegwirft, macht die Arbeit beim nächsten Mal erneut, weshalb erprobte Eingaben in eine Prompt-Bibliothek gehören.

Eine Grenze hat die Technik dort, wo dem Modell Material fehlt. Eine bessere Formulierung ersetzt keine fehlende Angabe. Wo Zahlen, Namen und Fundstellen gebraucht werden, gehören sie in die Eingabe hinein.

Siehe auch:

Prompt

Die Eingabe, mit der ein Sprachmodell beauftragt wird.

#Künstliche Intelligenz (KI)

Prompt Engineering

Das methodische Entwerfen, Testen und Verbessern von Prompts.

#Künstliche Intelligenz (KI)

Few-Shot-Prompting

Dem Sprachmodell einige gelöste Beispiele mitgeben, damit es das Muster übernimmt.

#Künstliche Intelligenz (KI)

Zero-Shot-Prompting

Eine Aufgabe ohne Beispiel stellen und erwarten, dass das Sprachmodell sie trotzdem löst.

#Künstliche Intelligenz (KI)

Chain of Thought (CoT)

Ein Sprachmodell die Zwischenschritte ausschreiben lassen, damit das Ergebnis stimmt.

#Künstliche Intelligenz (KI)

System-Prompt

Die Anweisung, die vor dem Gespräch gesetzt wird und für jede Antwort darin gilt.

#Künstliche Intelligenz (KI)