PostgreSQL ist das zweite weit verbreitete freie Datenbanksystem neben MySQL. Es gilt als streng in der Auslegung von Typen und Regeln, kommt mit großen und verschachtelten Abfragen besser zurecht und läuft unter einer eigenen, sehr freien Lizenz.
- PostgreSQL
Das zweite weit verbreitete freie Datenbanksystem neben MySQL, bekannt für strenge Regeln und große Abfragen.
Beispiel: „Das Portal lief auf PostgreSQL, weil die Auswertungen über zwanzig Tabellen gingen.“Kurz Postgres. Der Name stammt von POSTGRES, einem Vorhaben der Universität Berkeley aus 1986; seit 1996 trägt das Projekt das SQL im Namen. Der Standardport ist 5432.
Abgrenzung zu MySQL: Dieses steckt in fast jedem Webhostingtarif und ist die Voraussetzung der verbreiteten CMS. PostgreSQL muss man meist eigens buchen.
Was PostgreSQL von MySQL unterscheidet
Die Strenge. Wo MySQL eine falsche Zahl in ein Textfeld stillschweigend hineinschreibt, bricht PostgreSQL mit einer Fehlermeldung ab. Das kostet beim Entwickeln Zeit und spart sie später bei der Suche nach schiefen Daten.
Dazu kommt der Funktionsumfang für Abfragen: Fensterfunktionen, gemeinsame Tabellenausdrücke, JSON mit eigenem Index über JSONB und Erweiterungen wie PostGIS für Geodaten oder pgvector für Vektoren.
Wo PostgreSQL im Hosting läuft
Selten im Shared Hosting. Die Tarife dort sind auf MySQL gebaut, weil WordPress, TYPO3 und die übrigen verbreiteten Systeme es voraussetzen; PostgreSQL steckt in Managed Hosting, auf eigenen Servern und bei den Anbietern für Datenbanken als Dienst.
Für eine Anwendung in Laravel, Django oder Rails ist der Wechsel eine Zeile in der Konfiguration, weil diese Rahmenwerke beide Systeme bedienen. Für ein CMS mit festem Treiber ist er keine Option.
Wofür PostgreSQL gewählt wird
Für Daten, die zusammenpassen müssen. Transaktionen über viele Tabellen, Fremdschlüssel, die wirklich greifen, und gleichzeitige Schreibzugriffe laufen dort verlässlicher, weil die Versionierung der Zeilen Leser und Schreiber auseinanderhält.
Der zweite Grund sind Auswertungen. Berichte über Millionen Zeilen mit Gruppierung und Fenstern sind genau der Fall, für den der Abfrageplaner gebaut ist, und ein Grund, warum Analysewerkzeuge PostgreSQL voraussetzen.