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Portfolio-Website

Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 02.09.2026

Eine Portfolio-Website zeigt die eigenen Arbeiten. Sie ist das Format für Fotografen, Designer, Architekten, Agenturen und Freiberufler, bei denen die Qualität der bisherigen Projekte das wichtigste Argument ist. Im Mittelpunkt stehen die Arbeiten selbst, alles andere ordnet sich dem unter.

Portfolio-Website

Webauftritt, dessen Kern die Darstellung eigener Arbeiten oder Projekte ist.
Beispiel: „Die Portfolio-Website zeigt zwölf Projekte, jedes mit eigener Detailseite.“

Abgrenzung zur Corporate Website: Die Corporate Website stellt Leistungen und Unternehmen dar, die Portfolio-Website den Nachweis dafür. Bei kleinen Studios fallen beide zusammen.

Wie eine Portfolio-Website aufgebaut ist

Der übliche Aufbau ist zweistufig: eine Übersicht mit allen Arbeiten und je Arbeit eine Detailseite. Die Übersicht arbeitet mit großen Bildern und wenig Text, die Detailseite erzählt die Geschichte hinter dem Projekt. Genau dort liegt der Unterschied zwischen einer Bildergalerie und einem Portfolio: Wer die Aufgabe, den Lösungsweg und das Ergebnis beschreibt, zeigt seine Arbeitsweise und nicht nur das Endergebnis.

Aus unserer Erfahrung ist weniger dabei mehr. Zwölf gut dokumentierte Projekte überzeugen zuverlässiger als vierzig Bildstrecken, weil ein Interessent ohnehin nur die ersten paar anschaut und dann eine Entscheidung trifft.

Was eine Arbeit zeigenswert macht

Die Auswahl entscheidet über die Wirkung. Ein Portfolio wird an seinem schwächsten sichtbaren Projekt gemessen, deshalb schadet eine mittelmäßige Arbeit mehr, als eine weitere gute nützt. Wer neu anfängt und wenig vorzuweisen hat, zeigt lieber drei durchdachte Projekte als zehn Übungen.

Bei Auftragsarbeiten kommt die Frage der Freigabe dazu. Nicht jeder Kunde möchte genannt werden, und bei laufenden Projekten kann eine Veröffentlichung vertraglich ausgeschlossen sein. Das gehört geklärt, bevor die Arbeit online geht.

Worauf es technisch ankommt

Portfolio-Websites leben von Bildern und sind deshalb besonders anfällig für lange Ladezeiten. Hochauflösende Aufnahmen in Originalgröße bringen jede Seite zum Stocken, gerade auf dem Handy. Nötig sind responsive Bildgrößen, moderne Formate wie WebP oder AVIF und ein Nachladen der Bilder, die noch nicht sichtbar sind.

Der zweite Punkt betrifft die Auffindbarkeit. Ein Bild ohne Text ist für eine Suchmaschine leer. Projekttitel, Beschreibung und Alternativtexte sind deshalb die einzigen Anhaltspunkte, über die eine Portfolio-Website in der Suche auftauchen kann.

Siehe auch:

Corporate Website

Der offizielle Webauftritt eines Unternehmens unter eigener Domain, der das Unternehmen als Ganzes darstellt.

#Webdesign-Grundlagen

Microsite

Kleiner Webauftritt mit wenigen Seiten zu einem einzelnen Thema, der unabhängig von der Hauptwebsite auftritt.

#Webdesign-Grundlagen