Monitoring ist die laufende Beobachtung einer Anwendung anhand von Messwerten, Protokollen und Alarmen. Es antwortet auf zwei Fragen: Läuft die Sache noch, und verhält sie sich anders als gestern.
- Monitoring (Deployment)
Die laufende Beobachtung einer Anwendung anhand von Messwerten, Protokollen und Alarmen.
Beispiel: „Das Monitoring meldete die steigende Fehlerrate zwei Minuten nach dem Ausrollen.“Auf Deutsch Überwachung. Drei Arten von Daten kommen zusammen: Messwerte über die Zeit, Protokolle einzelner Vorgänge und Aufzeichnungen, die einen Aufruf durch alle beteiligten Dienste verfolgen.
Abgrenzung zum Server Monitoring: Dieses beobachtet die Maschine, also Last, Speicher und Platte. Monitoring fragt, wie es der Anwendung darauf geht.
Was Monitoring beobachtet
Vier Größen tragen die meiste Last: die Antwortzeit, die Zahl der Anfragen, die Fehlerrate und die Sättigung der Ressourcen. Mit diesen vier lässt sich fast jede Störung einordnen, bevor die Ursache bekannt ist.
Dazu kommen die Dinge, die für dieses Geschäft zählen: abgeschlossene Bestellungen, versandte Formulare, erfolgreiche Anmeldungen. Ein Einbruch dort ist aussagekräftiger als jede Zahl aus dem Betriebssystem.
Wann ein Alarm sinnvoll ist
Wenn jemand daraufhin etwas tut. Jede Meldung ohne Handlung erzieht die Empfänger dazu, Meldungen zu überlesen, und am Tag des echten Ausfalls ist der Kanal taub.
Deshalb gilt die Schwelle am Verhalten der Nutzer, nicht am Messwert: Eine Spitze von zwei Sekunden Antwortzeit um drei Uhr nachts ist kein Alarm, dieselbe Spitze über zehn Minuten am Vormittag schon.
Wie Monitoring nach einem Deployment hilft
Als Antwort auf die Frage, ob das Ausrollen gut ging. Fehlerrate und Antwortzeit der ersten Minuten danach sagen es, lange bevor der erste Anruf kommt.
Deshalb hängt beim selbsttätigen Ausrollen der Rückweg an diesen Werten. Ohne Beobachtung ist Continuous Deployment ein Sprung mit verbundenen Augen, siehe Continuous Deployment.