Zum Inhalt springen

Cloud Hosting

Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 29.10.2026

Cloud Hosting ist die Bauart, bei der eine Website auf einem Verbund von Servern liegt, aus dem Leistung im Betrieb zugeschaltet und wieder abgeschaltet wird. Einer bestimmten Maschine ist sie dabei nicht zugeordnet, und abgerechnet wird meist nach Verbrauch.

Cloud Hosting

Hosting auf einem Verbund von Servern, dessen Leistung sich im Betrieb vergrößern und verkleinern lässt.
Beispiel: „Zur Messe schaltet das Cloud Hosting zwei weitere Instanzen dazu.“

Auch: Cloud-Server, Hosting in der Cloud. Das Bild der Wolke stammt aus alten Netzplänen, in denen das Netz als Wolke gezeichnet wurde, weil niemand wissen musste, was darin steht.

Abgrenzung zum VPS: Dort mietest du eine feste Ausstattung, hier Leistung, die sich während des Betriebs ändern darf.

Wie Cloud Hosting die Last verteilt

Über mehrere gleiche Instanzen und einen Verteiler davor. Das Load Balancing schickt jede Anfrage an eine Instanz, die gerade Luft hat; fällt eine aus, übernehmen die anderen. Steigt die Last, kommen weitere dazu, und wenn sie sinkt, verschwinden sie wieder.

Damit das funktioniert, darf keine Instanz Daten nur für sich halten. Hochgeladene Dateien, Sitzungen und Caches gehören in einen gemeinsamen Speicher. Wo eine Anwendung das nicht kann, geht beim Wechsel der Instanz die Anmeldung verloren, und hochgeladene Bilder sind auf der nächsten Instanz nicht da.

Was Cloud Hosting kostet

Das, was verbraucht wird, und das ist zugleich der schwierige Teil. Rechenzeit, Speicher, ausgelieferte Datenmenge und jede Zusatzleistung werden einzeln gezählt. Bei gleichmäßiger Last ist das teurer als ein fester Server, bei starken Ausschlägen billiger.

Teuer wird es durch Posten, die niemand einplant: der ausgehende Datenverkehr, Sicherungen über lange Zeiträume und Dienste, die eingeschaltet bleiben, obwohl das Projekt sie nicht mehr braucht. Eine Kostengrenze mit Alarm gehört deshalb zum Aufsetzen dazu.

Wann Cloud Hosting passt

Bei Lastspitzen, die sich nicht planen lassen, bei Projekten, die schnell wachsen sollen, und dort, wo eine zweite Region als Rückfallebene gebraucht wird. Auch Entwicklungs- und Testumgebungen lassen sich damit stundenweise aufsetzen und wieder abräumen.

Für eine Unternehmensseite mit ruhigem Verkehr bringt die Bauart wenig und verlangt dafür mehr Wissen über Abrechnung und Aufbau. Dort ist ein verwaltetes Paket die ruhigere Wahl, und die Geschwindigkeit holt ein Cache zusammen mit einem CDN ohnehin besser.

Siehe auch:

Virtual Private Server (VPS)

Ein abgeschotteter Teil eines physischen Servers mit zugesicherter Leistung und eigenem Betriebssystem.

#Hosting & Webserver

Dedicated Server

Ein physischer Server, der nur einem Kunden zur Verfügung steht.

#Hosting & Webserver

Load Balancing

Die Verteilung von Anfragen auf mehrere Server, damit keiner überlastet wird.

#Hosting & Webserver

High Availability

Ein Aufbau, bei dem der Ausfall einzelner Teile den Betrieb nicht unterbricht.

#Hosting & Webserver

CDN (Content Delivery Network)

Ein Netz verteilter Server, das Dateien einer Website vom nächstgelegenen Standort ausliefert.

#Hosting & Webserver

SaaS-CMS

Ein CMS, das der Anbieter betreibt und als Dienst bereitstellt.

#Content-Management-Systeme (CMS)