LiteSpeed ist ein Webserver, der die Konfigurationsdateien von Apache versteht und einen eigenen Zwischenspeicher mitbringt. Genau diese Verträglichkeit ist sein Verkaufsargument: Ein Anbieter kann ihn an die Stelle von Apache setzen, ohne dass Kunden etwas ändern.
- LiteSpeed
Ein Webserver, der Apache-Konfigurationen versteht und mit eigenem Cache ausgeliefert wird.
Beispiel: „Der Anbieter stellte auf LiteSpeed um, und die .htaccess der Kunden funktionierte unverändert weiter.“Das Produkt ist kostenpflichtig; daneben steht OpenLiteSpeed als freie Fassung mit kleinerem Funktionsumfang. Im deutschen Massenhosting ist beides seltener als Apache und Nginx.
Abgrenzung zu Nginx: Dieser ist schneller als Apache und versteht keine .htaccess. LiteSpeed will beides, Geschwindigkeit und Verträglichkeit.
Woran LiteSpeed im Hosting zu erkennen ist
Am HTTP-Header der Antwort, der den Namen des Servers nennt. Dazu kommt bei WordPress ein Plugin namens LiteSpeed Cache, das ohne diesen Server nur einen Teil seiner Funktionen hat.
In Angeboten taucht er als Argument für Geschwindigkeit auf. Nachprüfen lässt sich das wie bei jedem Server über eine Messung der Antwortzeit, und die hängt an mehr als am Programm.
Was der Cache von LiteSpeed leistet
Er legt fertige Seiten im Server selbst ab, ohne dass PHP bei jeder Anfrage läuft. Das ist derselbe Gedanke wie bei einem Seitencache im CMS, allerdings eine Stufe früher und damit schneller.
Der Preis ist die Bindung: Die Regeln dafür stehen in der Konfiguration dieses Servers. Wer später auf Apache oder Nginx wechselt, baut diesen Teil neu.
Wann LiteSpeed eine Rolle spielt
Bei Shared Hosting mit WordPress. Dort treffen seine beiden Stärken zusammen: Die .htaccess der Kunden bleibt gültig, und der eingebaute Cache nimmt dem Server die Arbeit ab.
Für eigene Anwendungen auf einem eigenen Server ist er selten die Wahl. Dort gibt es keine fremde .htaccess zu berücksichtigen, und Nginx ist kostenlos und besser dokumentiert.