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Joomla

Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 28.10.2026

Joomla ist ein quelloffenes Content-Management-System auf PHP-Basis mit Datenbank, das 2005 aus einer Abspaltung des Systems Mambo hervorging. Es wird von einer Gemeinschaft entwickelt und ist in Deutschland vor allem bei Vereinen und mittelständischen Betrieben verbreitet.

Joomla

Ein quelloffenes CMS, das zwischen Einstiegssystem und Enterprise-System steht.
Beispiel: „Der Verband pflegt seine Seite seit Jahren mit Joomla.“

Erweitert wird es über Komponenten, Module und Plugins; die drei Arten unterscheiden sich darin, wie tief sie in den Ablauf eingreifen.

Bringt Mehrsprachigkeit und ein abgestuftes Rechtesystem im Kern mit.

Hersteller: joomla.org, Erweiterungen im Joomla Extensions Directory.

Wofür Joomla steht

Dashboard einer deutschsprachigen Joomla-Installation: links die Navigation mit Inhalt, Menüs, Komponenten, Benutzern und System, in der Mitte Schnellzugriffe auf Beiträge, Kategorien, Medien und Module, rechts Meldungen zu Updates und Erweiterungen
Die Meldungen oben rechts führen Kern und Erweiterungen getrennt auf, was den Pflegestand auf einen Blick zeigt.

Für eine mittlere Position. Rechte, Sprachversionen und Zugriffsebenen gehören zum Lieferumfang und müssen nicht über Erweiterungen ergänzt werden. Gleichzeitig ist der Einstieg flacher als bei den Systemen, die auf große Organisationen zielen.

Das Erweiterungsangebot ist kleiner als bei WordPress, was zwei Seiten hat: weniger Auswahl, aber auch weniger Gelegenheit, eine Installation mit fremdem Code zu überladen.

Für wen es taugt

Für Websites, die mehr Struktur brauchen, als ein Einstiegssystem mitbringt, ohne den Zuschnitt eines Enterprise-Systems zu benötigen. Vereine mit mehreren Abteilungen und Betriebe mit abgegrenzten Bereichen sind typische Fälle.

Wer heute neu entscheidet, sollte vor allem auf Verfügbarkeit von Dienstleistern und Erweiterungen im eigenen Umfeld achten. Ein System trägt ein Projekt nur so lange, wie es jemanden gibt, der es pflegt.

Wie es sich gegen ein System für größere Redaktionen schlägt, haben wir in TYPO3 vs. Joomla gegenübergestellt; weitere Systeme stehen im CMS Vergleich.

Wie die drei Erweiterungsarten zusammenspielen

Eine Komponente bringt eine eigene Funktion samt eigener Verwaltung mit, etwa einen Veranstaltungskalender. Ein Modul zeigt einen Ausschnitt davon an einer bestimmten Stelle der Seite an. Ein Plugin greift an vorgesehenen Punkten in den Ablauf ein.

Diese Dreiteilung ist zu Beginn ungewohnt und im Betrieb hilfreich, weil sie klar macht, an welcher Stelle etwas zu ändern ist. Wer eine Anzeige verschieben will, sucht das Modul; wer das Verhalten ändern will, das Plugin.

Siehe auch:

CMS

Ein System, mit dem Inhalte einer Website gepflegt werden, ohne den Quelltext anzufassen.

#Content-Management-Systeme (CMS)

Extension

Ein nachinstallierbares Paket, das ein CMS um Funktionen erweitert.

#Content-Management-Systeme (CMS)

Rechte- und Rollenkonzept

Die Festlegung, wer im CMS was sehen, ändern und veröffentlichen darf.

#Content-Management-Systeme (CMS)

Mehrsprachigkeit (Sprachversionen)

Die Fähigkeit eines CMS, dieselben Inhalte in mehreren Sprachen zu führen.

#Content-Management-Systeme (CMS)

Datenbankbasiertes CMS

Ein CMS, das Inhalte in einer Datenbank speichert.

#Content-Management-Systeme (CMS)

WordPress

Ein quelloffenes CMS mit großem Ökosystem an Plugins und Themes.

#Content-Management-Systeme (CMS)