Das Frontend eines CMS ist der öffentliche Teil der Website, den Besucher im Browser sehen. Es entsteht aus den Inhalten, die im Backend gepflegt werden, und den Vorlagen des Projekts, die festlegen, wie diese Inhalte aussehen.
- Frontend (CMS)
Der öffentliche Teil einer Website, den Besucher im Browser sehen.
Beispiel: „Im Backend steht der neue Preis schon, im Frontend erscheint noch der alte.“Auch: FE, die Abkürzung im Agenturalltag.
Abgrenzung zum Backend: Das ist der geschützte Arbeitsbereich dahinter, das Frontend die Ausgabe davor.
Abgrenzung zu Frontend Editing: Das ist eine Arbeitsweise, bei der im Frontend selbst geändert wird, und kein eigener Bereich.
Wie das Frontend entsteht
Aus zwei Teilen, die getrennt gepflegt werden. Die Inhalte kommen aus dem CMS, die Form aus dem Template, das in einer Template-Sprache geschrieben ist. Beim Abruf setzt das System beides zusammen und liefert HTML aus, das der Browser mit den Stilangaben darstellt.
Diese Trennung ist der eigentliche Gewinn eines CMS. Wer die Gestaltung ändern will, fasst die Vorlage an und nicht tausend Seiten; wer einen Text ändern will, die Seite und nicht die Vorlage.
Warum Frontend und Backend auseinanderfallen
Weil zwischen beiden mehrere Schichten liegen. Eine Änderung ist gespeichert, erscheint aber nicht: Dann hält meist der Cache die alte Fassung, oder der Inhalt steht noch als Entwurf und ist nicht freigegeben.
Deshalb gehört zu jeder Änderung der Blick auf die veröffentlichte Seite, nicht nur auf die Vorschau. Die Vorschau umgeht Zwischenspeicher und zeigt damit einen Stand, den kein Besucher so zu sehen bekommt.
Wenn das CMS kein Frontend mitbringt
Bei einem Headless CMS gibt es keine mitgelieferte Ausgabe. Das System hält die Inhalte und gibt sie über eine Content-API heraus; das Frontend wird eigens gebaut und läuft als eigene Anwendung.
Das bringt Freiheit bei der Technik und verschiebt Arbeit. Was ein gekoppeltes System mitliefert, von der Navigation bis zur Sitemap, entsteht dann im Projekt.
Woran sich die Qualität eines Frontends zeigt
An Ladezeit und Zugänglichkeit, nicht am Eindruck auf dem Entwicklerbildschirm. Die Core Web Vitals messen, wie schnell der sichtbare Teil steht und ob er beim Laden springt; die Barrierefreiheit entscheidet, ob die Seite auch mit Tastatur und Vorleseprogramm benutzbar ist.
Beides hängt an der Vorlage und damit an Entscheidungen, die vor dem ersten Inhalt fallen. Nachträglich lässt sich an einem Frontend viel ändern, aber selten günstig.