Eine Domainstrategie legt fest, welche Domains ein Unternehmen hält und wofür sie stehen. Sie beantwortet vor dem Kauf, was gebraucht wird, und erspart den Bestand, der ohne Plan über Jahre zusammenwächst.
- Domainstrategie
Die Festlegung, welche Domains ein Unternehmen hält und wofür sie stehen.
Beispiel: „Die Domainstrategie klärte in einer Stunde, was zehn Jahre lang offen war.“Auch: Domainkonzept, Namenskonzept. Sie gehört zur Markenführung und nicht in die Technik.
Abgrenzung zum Domainportfolio: Dieses ist der Bestand. Die Strategie sagt, wie er aussehen soll.
Welche Fragen eine Domainstrategie beantwortet
Vier. Unter welchem Namen tritt das Unternehmen auf? Welche Endungen braucht es dafür? Was geschieht mit Marken und Produkten, bekommen sie eigene Adressen oder Unterseiten? Und wer verwaltet den Bestand?
Die dritte Frage ist die wichtigste. Jede eigene Produktdomain baut Sichtbarkeit von null auf und zahlt nichts auf die Hauptadresse ein. Wer keine eigene Werbekasse je Produkt hat, fährt mit Unterseiten besser.
Wie viele Domains sinnvoll sind
Weniger, als die meisten halten. Für ein Unternehmen im deutschen Markt genügen oft drei: der Name unter .de, derselbe unter .com als Schutz, und eine Umlautfassung, wenn der Name eine braucht. Alles Weitere braucht einen Grund.
Tippfehlerdomains lohnen sich nur bei Namen, die häufig falsch geschrieben werden. Zwei oder drei sind sinnvoll, zwanzig sind Beschäftigungstherapie.
Wie mit Ländern und Sprachen umzugehen ist
Zwei Wege führen zum Ziel. Entweder eine Domain je Land, jeweils mit der dortigen Endung, was Vertrauen schafft und Aufwand kostet. Oder eine Domain mit Sprachordnern, was günstiger ist und die Kraft auf einer Adresse bündelt.
Für kleine und mittlere Unternehmen ist der zweite Weg fast immer der richtige. Eigene Länderdomains lohnen sich erst, wenn in jedem Land jemand sitzt, der sich kümmert, und das Angebot sich wirklich unterscheidet.